Hier finden Sie kurze Rückblicke auf ausgewählte Veranstaltungen des Welthaus Stuttgart e.V.

"Segelschokolade"-Kleinbauern und die Auswirkungen von Klimawandel und Corona

Am Dienstag den 22.09.2020 fand im Hospitalhof Stuttgart die Veranstaltung „Segelschokolade“ mit Frank Herrmann statt, in der die Auswirkungen vom Klimawandel und der Corona-Pandemie auf den Fairen Handel beleuchtet wurden. Lesen Sie hier den Bericht dazu.

Klimawandel: Gute Aussichten für morgen!?

Besonders war diese Veranstaltung des Agenda 2030 Bündnisses "mEin Stuttgart - mEine Welt" am 30. Juni schon deswegen, weil sie für alle Beteiligten die erste Präsenzveranstaltung seit den "Corona"-Maßnahmen war. Eröffnet wurde der Abend in der Volkshochschule Stuttgart durch deren Direktorin Dagmar Mikasch-Köthner und Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amts für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart.

Im Anschluss folgte der Hauptredner Diplom-Meteorologe Sven Plöger. Dieser schaffte es auf eine lockere und unterhaltsame Weise die Dringlichkeit und die Konsequenzen des Klimawandels auf unsere Gesellschaft zu verdeutlichen. Sein Tipp für das eigene Leben: Nicht resignieren und aufgeben, sondern einfach anfangen. Wie sich das Ringen um Lösungen auf globaler Ebene abspielt, berichteten die beiden UN-Jugenddelegierten für nachhaltige Entwicklung, Sophia Bachmann und Felix Kaminski.

Die anregende Diskussion mit dem Publikum hat die Veranstaltung abgerundet.

 

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Fotos: JIN / Wh

Verpackung adé?

Am Donnerstag, den 05. März 2020 fand in der Volkshochschule (vhs) Stuttgart die Veranstaltung „Verpackung adé?“ zu Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonendem Umgang in der Verpackungsindustrie statt. Die Veranstaltung wurde vom Agenda-2030-Bündnis „mEin Stuttgart - mEine Welt“ organisiert und bildete den Auftakt einer ganzen Veranstaltungsreihe zu den 17 globalen Zielen wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
An der aufschlussreichen Expertendiskussion waren Prof. Dr. Michael Braungart, Christian Hössle und Harald Notter beteiligt.

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Upcycling Workshopsreihe

Unsere heutige Gesellschaft konsumiert sehr schnelllebig. Wir haben verlernt Kaputtes zu reparieren und Altem neues Leben einzuhauchen. Dabei sind beim "Upcycling" der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Upcycling bedeutet, dass aus scheinbar nutzlosen Rohstoffen bzw. teilweise Abfällen neue Produkte entstehen.

Unsere Referentin Irene Abiti zeigte an drei Terminen, drei verschiedene Ideen, wie aus alten Textilien und Materialien Neues entsteht. Gleichzeitig sprach sie dabei an den drei Terminen über die Konsequenzen der Ressourcenverschwendung, den Textilhandel und über Plastikmüll.

Die interessierten Teilnehmer*innen erhielten einen Einblick in die Ressourcenverschwendung unserer heutigen Gesellschaft. Gemeinsam haben sie gelernt wie aus Kronkorken und alten Stoffresten bunte Topfuntersetzer entstehen. Die individuell gestalteten Untersetzer sind ein echter Hingucker.Irene Abiti berichtete auch über den Textilhandel. Aus alten Jeans entstehen kultige Taschen. Wer eigene Stoffreste hatte und verarbeiten wollte, durfte diese mitbringen! Die Teilnehmer*innen beschäftigten sich mit dem Thema Plastikmüll. Frau Abiti zeigte, wie Handy-/Laptophüllen aus Plastikverpackungen und Stoffresten entstehen.

Veranstalter: Welthaus Stuttgart e.V. in Kooperation mit dem EPiZ Reutlingen

Arbeitsgemeinschaft Menschenrechte

Die AG Menschenrechte war eine der Arbeitsgemeinschaften des Welthaus Stuttgart e.V. Sie beschäftigte sich zum einen mit Verletzungen der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Menschen weltweit. Zum anderen baute die Arbeit der AG auf Lösungsansätzen wie institutionelle Reformen, Beachtung internationaler UN-Verträge zur Förderung der Gerechtigkeit und Grundfreiheiten auf.

Aktivitäten der AG Menschenrechte: 

Im Dezember 2015 hat die AG Menschenrechte die Gestaltung der zweitägigen öffentlichen Veranstaltung „Menschenrechtsverletzungen im 21. Jahrhundert“ zusammen mit Migrantinnen-Mitgliedern des Welthauses durchgeführt.

Im Jahr 2016 fanden mehrere Veranstaltungen anlässlich der UN-Aktionen wie z.B. die dreitägige „Aktion gegen Rassismus“, sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Globale Gerechtigkeit“ statt. Darüber hinaus hat die AG Menschenrechte 2016 die erste „Menschenrechtswoche“ im Globalen Klassenzimmer von 09.12. bis 15.12. durchgeführt.

Im Laufe des Jahres 2017 fanden mehrere Veranstaltungen im Rahmen der SDG-Kampagne und der UN-Aktionen statt. So beispielsweise „Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in der Agenda 2030“, „Bevölkerungswachstum und Ernährungssicherheit in einer globalisierten Welt“, „Diskriminierung im Alltag", „Armut und Reichtum“, "Minderheitenrechte in der Demokratie“ und „Migration“.  

In Kooperation mit dem Forum der Kulturen und dem Büro für Antidiskriminierungsarbeit Stuttgart fand vom 08.12. bis 13.12.2017  die „Menschenrechtswoche“ zum Thema „UnGerechtichkeit Sichtbar machen“ statt.

 
 
Mitwirkende Vereine:
 
Afrika Workshop e.V
Areito e.V.
ASAP Deutschland e.V.
Asien Haus Baden Württemberg e.V.
EU Reflekt e.V.
Gesellschaft Kultur des Friedens e.V.
La Diversidad e.V.
Ndwenga e.V.
IGF Stuttgart e.V.

Tag der offenen Tür

Anlässlich der fünfjährigen Präsenz am Charlottenplatz 17 luden Welthaus Stuttgart e.V., Weltladen an der Planie, Weltcafé, Engagement Global und Welcome Center Stuttgart am 9. Oktober 2019 zu einem Tag der offenen Tür ein. Der Tag war geprägt durch ein Kommen, Gehen und Bleiben – genau wie es bei einem Tag der offenen Tür sein soll!

Es war viel geboten: Einige Mitgliedsvereine des Welthaus Stuttgart e.V. präsentierten sich im Weltcafé, eine Gruppe Interessierter machte sich auf den Weg die Stadtrallye „FAIRlaufen auszuprobieren, das Welcome Center Stuttgart lud zu Führungen durch ihre Räumlichkeiten ein, der Weltladen an der Planie machte seinen Kunden eine Freude mit einer Rabattaktion, im Globalen Klassenzimmer wurden Bildungsangebote durch Referent*innen vorgestellt und von Groß und Klein ausprobiert, und das Weltcafé stattete uns bei all diesen Aktivitäten mit leckerem Essen aus.

Besonders schön waren die vielen Gespräche, die geführt worden sind: Mitarbeiter*innen der Institutionen, Mitglieder der Vereine und Gäste tauschten sich untereinander über die vielfältigen Angebote und die Arbeit der Jubilare aus.
Es freut uns, dass so viele Leute an der Arbeit unserer Institutionen interessiert sind. Auch bekannte Gesichter schauten an unserem Tag der offenen Tür vorbei. So sprach Herr Werner Wölfle einige Worte, der als ehemaliger Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration maßgeblich an dem Aufbau des Welthauses beteiligt war, und die derzeitige Landtagspräsidentin Frau Muhterem Aras tauschte sich mit den Mitgliedsvereinen des Welthaus Stuttgart e.V. aus.

Wir bedanken uns bei den Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit und Vorbereitung des besonderen Tages und freuen uns auf die kommenden Jahre!

(CR)

Vortragsveranstaltung: Wege aus der Klimakrise

Trotz kurzfristiger Änderungen war die Vortragsveranstaltung „Wege aus der Klimakrise“ am
9. Oktober 2019 ein voller Erfolg. Zu dem Abend lud das Bündnis „mEin Stuttgart – mEine Welt, welches sich für die für die lokale Umsetzung der in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen festgeschriebenen Ziele nachhaltiger Entwicklung einsetzt und bei welchem das Welthaus federführend ist. Frau Dr. Martina Merklinger, die Geschäftsführerin des Welthaus Stuttgart e.V., sprach einige einführende Worte, um dann das Wort an die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration Frau Dr. Alexandra Sußmann zu übergeben, die in ihrem Grußwort die zentrale Verbindung von sozialen Fragen und Klimafragen deutlich machte.

Die Referentin Frau Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Baden-Württemberg, musste leider am Veranstaltungstag absagen. Doch der BUND hat für einen guten Ersatz gesorgt: Fritz Mielert, Referent des BUND Landesverband Baden-Württemberg, hielt einen beeindruckenden Vortrag über die Frage, wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aber auch jede/r Einzelne der Verantwortung gerecht werden kann, die weltweiten Klimaziele zu erreichen und die Folgen des Klimawandels zu mindern. Nach dem Vortrag wurden einige Fragen aus dem Publikum an Herrn Mielert gerichtet, die er ausführlich beantwortet und mit seinen Worten sicherlich bei vielen eine Reflexion des eigenen Handelns angeregt hat.

Ausgestattet mit Getränken und Leckereien vom Weltcafé konnte man im Foyer des Weltraums miteinander und mit Vertreter*innen der Bündnisorganisationen ins Gespräch kommen. Die Träger des Bündnisses präsentierten an Informationstischen konkrete Beispiele des lokalen Handelns zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Stuttgart. Neben dem Welthaus, das das Projekt „FAIRlaufen“ vorstellte, waren auch das Klima- Umweltbündnis Stuttgart (KUS), die vhs-Ökostation, das Forum der Kulturen und die Landeshauptstadt Stuttgart vertreten.

(CR)

Stutt:Ard Festival 2019

Im Juni fand das erste Mal Stutt:Ard statt, ein Festival alternativer arabischer Musik. Wir blicken gerne auf die Zeit zurück.

Hier finden Sie einen Rückblick zu dem Festival.

"Europa muss globaler werden"

Anlässlich der Europawahl veranstalteten wir am 10. Mai eine Podiumsdiskussion im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart. Auf dem Podium saßen der Experte für Entwicklungspolitik im Südlichen Afrika, Boniface Mabanza (www.kasa.de) und drei Politiker*innen: Michael Bloss (Die Grünen), Stefan Kaufmann (CDU) und Ute Vogt (SPD). Es moderierte Ralph Griese (finep).

Den Einstieg gab Boniface Mabanza mit seiner key note speech, in der er die Frage nach einem global gerechten Europa eindeutig verneinte und es als „alles andere als weltoffen“ benannte. Die EU handle selbstbezogen in ihrer Migrations- und Handelspolitik und stelle ihre eigenen Interessen voran. Die Interessen der afrikanischen Partner blieben dabei fast unberücksichtigt.

Es folgte eine kontroverse Diskussion auf dem Podium, bei der Stefan Kaufmann dafür plädierte, mehr in die Bildung und Forschung Afrikas zu investieren, um dem Kontinent die Möglichkeit zu bieten, sich selbst aufzubauen. Während dies nicht weiter vertieft wurde, sprach Ute Vogt darüber, dass die Herausforderungen erst einmal darin bestehen, innerkontinentale Konflikte in Europa und in Afrika zu lösen. Es wurde mehrfach deutlich, dass Chinas wachsendes Interesse an Afrikas Markt und Ressourcen Einfluss auf die Politik der EU hat.

Ein wichtiger neuer Aspekt kam mit dem Beginn der Publikumsdiskussion in die Debatte. Nelson Leichsnering von Fridays for Future brachte das Thema Klimaschutz ein, das bis zu diesem Zeitpunkt noch Nebensache gewesen ist. Michael Bloss bestätigte ihm: Klimapolitik ist Entwicklungspolitik und gehört zusammen. Es kamen weitere Gäste aus dem Publikum zu Wort, die Themen wie das Familienwahlrecht, Rüstungspolitik, Enteignung und Fairer Handel anschnitten. Auf die Fragen und Kommentare aus dem Publikum ging das Podium umfassend ein, und es wurde bei aller berechtigten Kritik an der Europäischen Union an deren Anfänge erinnert; denn hätte man nicht an Frieden geglaubt, wäre das Projekt Europa nicht entstanden.

Europa muss eine entwicklungspolitische Vorreiterrolle einnehmen und den Handelspartnern im globalen Süden auf Augenhöhe begegnen.

Geben wir einem global gerechten Europa die Chance: bei der EU-Wahl am 26. Mai!

(JH)