Hier finden Sie kurze Rückblicke auf ausgewählte Veranstaltungen des Welthaus Stuttgart e.V..

Tag der offenen Tür

Anlässlich der fünfjährigen Präsenz am Charlottenplatz 17 luden Welthaus Stuttgart e.V., Weltladen an der Planie, Weltcafé, Engagement Global und Welcome Center Stuttgart am 9. Oktober 2019 zu einem Tag der offenen Tür ein. Der Tag war geprägt durch ein Kommen, Gehen und Bleiben – genau wie es bei einem Tag der offenen Tür sein soll!

Es war viel geboten: Einige Mitgliedsvereine des Welthaus Stuttgart e.V. präsentierten sich im Weltcafé, eine Gruppe Interessierter machte sich auf den Weg die Stadtrallye „FAIRlaufen auszuprobieren, das Welcome Center Stuttgart lud zu Führungen durch ihre Räumlichkeiten ein, der Weltladen an der Planie machte seinen Kunden eine Freude mit einer Rabattaktion, im Globalen Klassenzimmer wurden Bildungsangebote durch Referent*innen vorgestellt und von Groß und Klein ausprobiert, und das Weltcafé stattete uns bei all diesen Aktivitäten mit leckerem Essen aus.

Besonders schön waren die vielen Gespräche, die geführt worden sind: Mitarbeiter*innen der Institutionen, Mitglieder der Vereine und Gäste tauschten sich untereinander über die vielfältigen Angebote und die Arbeit der Jubilare aus.
Es freut uns, dass so viele Leute an der Arbeit unserer Institutionen interessiert sind. Auch bekannte Gesichter schauten an unserem Tag der offenen Tür vorbei. So sprach Herr Werner Wölfle einige Worte, der als ehemaliger Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration maßgeblich an dem Aufbau des Welthauses beteiligt war, und die derzeitige Landtagspräsidentin Frau Muhterem Aras tauschte sich mit den Mitgliedsvereinen des Welthaus Stuttgart e.V. aus.

Wir bedanken uns bei den Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit und Vorbereitung des besonderen Tages und freuen uns auf die kommenden Jahre!

(CR)

Vortragsveranstaltung: Wege aus der Klimakrise

Trotz kurzfristiger Änderungen war die Vortragsveranstaltung „Wege aus der Klimakrise“ am
9. Oktober 2019 ein voller Erfolg. Zu dem Abend lud das Bündnis „mEin Stuttgart – mEine Welt, welches sich für die für die lokale Umsetzung der in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen festgeschriebenen Ziele nachhaltiger Entwicklung einsetzt und bei welchem das Welthaus federführend ist. Frau Dr. Martina Merklinger, die Geschäftsführerin des Welthaus Stuttgart e.V., sprach einige einführende Worte, um dann das Wort an die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration Frau Dr. Alexandra Sußmann zu übergeben, die in ihrem Grußwort die zentrale Verbindung von sozialen Fragen und Klimafragen deutlich machte.

Die Referentin Frau Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Baden-Württemberg, musste leider am Veranstaltungstag absagen. Doch der BUND hat für einen guten Ersatz gesorgt: Fritz Mielert, Referent des BUND Landesverband Baden-Württemberg, hielt einen beeindruckenden Vortrag über die Frage, wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aber auch jede/r Einzelne der Verantwortung gerecht werden kann, die weltweiten Klimaziele zu erreichen und die Folgen des Klimawandels zu mindern. Nach dem Vortrag wurden einige Fragen aus dem Publikum an Herrn Mielert gerichtet, die er ausführlich beantwortet und mit seinen Worten sicherlich bei vielen eine Reflexion des eigenen Handelns angeregt hat.

Ausgestattet mit Getränken und Leckereien vom Weltcafé konnte man im Foyer des Weltraums miteinander und mit Vertreter*innen der Bündnisorganisationen ins Gespräch kommen. Die Träger des Bündnisses präsentierten an Informationstischen konkrete Beispiele des lokalen Handelns zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Stuttgart. Neben dem Welthaus, das das Projekt „FAIRlaufen“ vorstellte, waren auch das Klima- Umweltbündnis Stuttgart (KUS), die vhs-Ökostation, das Forum der Kulturen und die Landeshauptstadt Stuttgart vertreten.

(CR)

Stutt:Ard Festival 2019

Im Juni fand das erste Mal Stutt:Ard statt, ein Festival alternativer arabischer Musik. Wir blicken gerne auf die Zeit zurück.

Hier finden Sie weitere Informationen und einen Rückblick zu dem Festival.

"Europa muss globaler werden"

Anlässlich der Europawahl veranstalteten wir am 10. Mai eine Podiumsdiskussion im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart. Auf dem Podium saßen der Experte für Entwicklungspolitik im Südlichen Afrika, Boniface Mabanza (www.kasa.de) und drei Politiker*innen: Michael Bloss (Die Grünen), Stefan Kaufmann (CDU) und Ute Vogt (SPD). Es moderierte Ralph Griese (finep).

Den Einstieg gab Boniface Mabanza mit seiner key note speech, in der er die Frage nach einem global gerechten Europa eindeutig verneinte und es als „alles andere als weltoffen“ benannte. Die EU handle selbstbezogen in ihrer Migrations- und Handelspolitik und stelle ihre eigenen Interessen voran. Die Interessen der afrikanischen Partner blieben dabei fast unberücksichtigt.

Es folgte eine kontroverse Diskussion auf dem Podium, bei der Stefan Kaufmann dafür plädierte, mehr in die Bildung und Forschung Afrikas zu investieren, um dem Kontinent die Möglichkeit zu bieten, sich selbst aufzubauen. Während dies nicht weiter vertieft wurde, sprach Ute Vogt darüber, dass die Herausforderungen erst einmal darin bestehen, innerkontinentale Konflikte in Europa und in Afrika zu lösen. Es wurde mehrfach deutlich, dass Chinas wachsendes Interesse an Afrikas Markt und Ressourcen Einfluss auf die Politik der EU hat.

Ein wichtiger neuer Aspekt kam mit dem Beginn der Publikumsdiskussion in die Debatte. Nelson Leichsnering von Fridays for Future brachte das Thema Klimaschutz ein, das bis zu diesem Zeitpunkt noch Nebensache gewesen ist. Michael Bloss bestätigte ihm: Klimapolitik ist Entwicklungspolitik und gehört zusammen. Es kamen weitere Gäste aus dem Publikum zu Wort, die Themen wie das Familienwahlrecht, Rüstungspolitik, Enteignung und Fairer Handel anschnitten. Auf die Fragen und Kommentare aus dem Publikum ging das Podium umfassend ein, und es wurde bei aller berechtigten Kritik an der Europäischen Union an deren Anfänge erinnert; denn hätte man nicht an Frieden geglaubt, wäre das Projekt Europa nicht entstanden.

Europa muss eine entwicklungspolitische Vorreiterrolle einnehmen und den Handelspartnern im globalen Süden auf Augenhöhe begegnen.

Geben wir einem global gerechten Europa die Chance: bei der EU-Wahl am 26. Mai!

(JH)