Unterstützung bei der medizinischen Versorgung in Bihac gesucht

Der Ort Bihac liegt 2 km von der kroatischen Grenze entfernt und somit außerhalb der EU-Grenze; das, was viele von uns „Festung Europa“ nennen. Tausende Flüchtlinge, die hauptsächlich über die sogenannte Balkanroute kommen, sitzen dort fest. Es bestehen dort bereits zwei überfüllte Lager, so dass die Stadt Bihac Anfang Juni entschieden hat, 800-1000 Flüchtlinge auf eine ehemalige Mülldeponie 10 km außerhalb des Ortes zu verfrachten – zum Teil unter Einsatz körperlicher Gewalt. Dieses Lager ist kein offizielles Lager, und obwohl alle Hilfsorganisationen und Parteien (auch in Deutschland) davon wissen (u.a. ARD, Spiegel online und die TAZ haben darüber berichtet), existiert dieses Lager seitdem. Es gibt dort keinen Strom, kein fließendes Wasser, eine handvoll Toiletten für 800-1000 Menschen und keinerlei offizielle medizinische Versorgung. Sie schlafen in Massenquartieren zum Teil auf dem blanken Boden.

Täglich versuchen Flüchtlinge aus dem Lager über die grüne Grenze in die EU zu kommen und werden von der kroatischen Polizei aufgespürt. Sie nehmen ihnen die Ausweise, Handys , Geld und Schuhe (damit sie den beschwerlichen Weg durch die Wälder nicht erneut versuchen) ab und prügeln sie zurück auf die bosnische Seite. Diese sogenannten push-backs sind illegal – aber keiner hindert die kroatische Polizei nachts allein im Wald daran, die Drecksarbeit für die europäischen Staaten zu machen. Dementsprechend lädiert kommen die Flüchtlinge dann wieder im Lager an.

Dirk Planert war an dem Tag, als das Lager „eröffnet“ worden ist, zufällig vor Ort und hat sofort angefangen, zumindest eine grundlegende medizinische Versorgung zu organisieren. Er ist seitdem nahezu ununterbrochen mit ein paar ehrenamtlichen, unbezahlten Helfer*innen dort. Ende September beginnt der Winter in den bosnischen Bergen, wo das Lager liegt. Die meisten Flüchtlinge haben nur noch die Kleidung, die sie auf dem Leib tragen – alles andere hat die kroatische Polizei.

Täglich werden 150-200 Flüchtlinge in dem Sani-Zelt versorgt. Für die Materialien und die Ausgabe von Schuhen oder Stirnlampen (wie gesagt: in dem Lager gibt es keinen Strom) braucht man im Schnitt 500 € Spenden pro Tag. Die Spenden gehen direkt an die Flüchtlinge. Keine der Hilfsorganisationen kümmert sich um diese Sachen – weil das Lager eben nicht offiziell existiert.

Neben Spenden braucht das Sanizelt sehr, sehr dringend ehrenamtlich Helfer – am besten mit medizinischen Vorkenntnissen - die bereit wären, für ein paar Tage/eine Woche,… dort mitzuarbeiten.  Wer sich das vorstellen kann, aber noch Fragen hat, kann sich bei Alexandra Willer vom Uniklinikum Essen melden: alexandra.willer@uk-essen.de.

Wer sich vorab genauer informieren möchte, kann Fotos, Filme und Bericht auf der Facebook-Seite von Dirk Planert finden. Hier sind auch Interviews mit Menschen, die schon dort geholfen haben. https://m.facebook.com/dirk.planert
oder: https://balkanstories.net/2019/06/26/800-menschen-auf-ehemaliger-mulldeponie-entsorgt/

Wer spenden will, bitte auf das Konto von Dirk Planert,
Ing Diba, IBAN: DE51 5001 0517 5537 2011 12, BIC: INGDDEFFXXX

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Aktuelles

mEine Welt gestalten

Anfang November haben wir ein neues Projekt gestartet mit dem Titel „mEine Welt gestalten“, welches an Kinder- und Jugendhäusern stattfinden soll.

Ziel des Projektes ist es, die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG's) für Kinder im Alter von 6-12 Jahren und Jugendsozialarbeiter*innen in Stuttgarter Kinder- und Jugendhäusern bekannter zu machen und deren Umsetzung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit anzuregen.

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Erzählen - Nachhaltiges Handeln

Seit Oktober findet das Projekt „Erzählen-Nachhaltiges Handeln“ an einer Grund- und Werkrealschule sowie an einer Erzieher*innenschule in Stuttgart statt.

Ziel des Projektes ist es, die verschiedenen Themen der Nachhaltigkeit (17 Sustainable Development Goals) über erzählte Geschichten lebendig und nachhaltig zu vermitteln. Das Augenmerk liegt dabei auf der Thematik der verschiedenen kulturellen Perspektiven, die dabei beleuchtet werden sollen, genauso auf den Unterschieden und den Gemeinsamkeiten, die die unterschiedlichen Kulturen aufweisen.

 

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Karte von morgen

 

Die Karte von morgen ist eine interaktive Onlineplattform für Initiativen des Wandels und nachhaltige Unternehmen. Die Karte zeigt dir Orte in deiner Umgebung, an denen man sich schon heute für eine Welt von morgen einsetzt. Zu allen zukunftsfähigen Orten können positive Aspekte gesammelt werden. Wie ökologisch, sozial und gemeinwohlorientiert wird hier gehandelt? Je mehr positive Faktoren ein Eintrag hat, um so größer wird dessen Pin auf der Karte angezeigt. Das Welthaus Stuttgart ist auch als Ort dabei - klickt euch rein und gebt dem Welthaus eure Bewertung!

Hier geht's zum Eintrag über das Welthaus.

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Unterstützung bei der medizinischen Versorgung in Bihac gesucht

Der Ort  Bihac liegt 2 km von der kroatischen Grenze entfernt und somit außerhalb der EU-Grenze. Es bestehen dort bereits zwei überfüllte Lager, so dass die Stadt Bihac Anfang Juni entschieden hat, 800-1000 Flüchtlinge auf eine ehemalige Mülldeponie 10 km außerhalb des Ortes zu verfrachten. Dieses Lager ist kein offizielles Lager: Es gibt dort keinen Strom, kein fließendes Wasser, eine handvoll Toiletten für 800-1000 Menschen und keinerlei offizielle medizinische Versorgung.
Der freie wdr-Journalist Dirk Plannert hat angefangen eine grundlegende medizinische Versorgung zu organisieren. Täglich werden 150-200 Flüchtlinge in dem Sani-Zelt versorgt - dazu braucht es dringend Spenden und ehrenamtliche Helfer!

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