Die ewige Wanderin - Eine Lebensgeschichte

Von Manuel Vargas

Am 17. Mai fand eine weitere Online-Buchvorstellung über sprachliche Grenzen hinweg statt, die den Zugang zu einem Thema schaffte, welches vielen Teilnehmenden bislang verborgen blieb: Die Bedeutung der Muttersprachen indigener Kulturen die gezwungen werden, Spanisch zu sprechen und ein neues Bewusstsein über die lebendige, gesprochene Sprache in der Literatur. Patricia Illanes-Wilhelm präsentierte das Buch "Sal de tu tierra". Der aus Bolivien zugeschaltete Autor Manuel Vargas las hieraus Passagen vor, die beschreiben, wie die Protagonistin Melisa ihre Kultur und ihre Sprache wahrnimmt und welche Herausforderungen den Lebensweg des jungen indigen Mädchens bestimmen. Die Übersetzerin Christine Ocampo Alvarez öffnete durch ihre Übersetzung des Buches den deutschsprachigen TeilnehmerInnen das Tor zu Melisas Welt. Der Abend bot Raum für eine angeregte Diskussion zu sprachlichen Herausforderungen sowie für einen angeregten Austausch vielfältiger Erfahrungen. Der Kooperations- und Mitgliedsverein Bolivianisches Kinderhilfswerk e.V. setzt hier an und fördert durch interkulturellen Austausch das selbstbestimmte Handeln von Kindern und Jugendlichen in Bolivien. Dieser Austausch wird durch das weltwärts-Programm gefördert, bei dem deutsche Freiwillige nach Bolivien entsendet werden, genauso wie auch bolivianische Freiwillige nach Deutschland kommen.

Schmerzliche Heimat

Deutschland und der Mord an meinem Vater

Von Semiya Simsek und Peter Schwarz

Eine unbeschwerte Kindheit, eine erfolgreiche Karriere und eine glückliche Familie. So sah das Leben von Semiya Simsek aus. Bis zu dem einen Samstag im September 2000, als ihr Vater erschossen wurde und sich daraufhin das Leben der damals 14-jährigen schlagartig veränderte. Was auf dieses Ereignis folgt, ist kaum zu fassen. Die Familie, die gerade um einen geliebten Menschen trauert, wird verdächtigt, bedrängt, überwacht und von Vorurteilen zerrüttet, bis 11 Jahre später endlich die Hintergründe der Tat aufgedeckt werden. Semiya Simsek schreibt in "Schmerzliche Heimat" über die tragische Geschichte ihrer Familie. Über einen Schicksalsschlag, der vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Integrations- und Rassismusdebatten, zum Nachdenken anregt.

"Schmerzliche Heimat" entstand in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Peter Schwarz von der Waiblinger Kreiszeitung. Seine Erfahrung im Gespräch mit Opfern und Angehörigen, die er nach dem Amoklauf in Winnenden 2009 gesammelt hat, halfen beim Schreiben des Buches. Peter Schwarz erzählt in einem Interview der "drehscheibe" genaueres über die Entstehung des Buches und die Zusammenarbeit mit Semiya Simsek. Hier geht es zum Interview.

rowohlt Berlin, 2013, 269 Seiten, ISBN: 978-3-87134-480-0.

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Meine Welt schmilzt. Wie das Klima mein Dorf verwandelt.

Von Line Nagell Ylvisåker

Treibhausgase, fossile Brennstoffe, Pol- und Gletscherschmelze – das alles sind Fachbegriffe rund um den Klimawandel. Im Kontext der Klimakrise sind diese Begriffe alarmierend und doch erscheinen sie fern, weil abstrakt. Line Nagell Ylvisåker zeigt was passiert, wenn der Klimawandel in unmittelbarer Nähe konkret und unausweichlich spürbar wird. Die Journalistin lebt mit ihrer Familie in Spitzbergen, ein Ort, der nur wegen des Kohleabbaus existiert und nun wegen des Klimawandels existentiell gefährdet ist. Als sich die Naturkatastrophen häufen und immer mehr Lawinen Longyearbyen, das Dorf der Familie, bedrohen, macht sich die Autorin auf die Suche nach Antworten. Sie spricht mit Expert*innen, Naturwissenschaftler*innen, Behörden und sammelt alles in diesem eindrücklichen Report über den Klimawandel und dessen Auswirkungen – und das nicht auf abstrakte Weise, sondern anhand eines konkreten Beispiels: ihr eigenes Dorf, ihr eigenes Leben.

Hoffmann und Campe, 2021, 192 Seiten, ISBN: 978-3-455-01125-8.

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Gegen den Hass

Von Carolin Emcke

Unsere Gesellschaft ist zunehmend von Polarisierungen geprägt. Zumindest wirkt es so, bestimmt auch, weil sich Zwietracht medial einfacher abbilden lässt als Eintracht… Dennoch merkt man im Kleinen (am Essenstisch mit der Tante) wie im Großen (auf der Politikbühne), dass die Frage, wie wir miteinander sprechen können, immer wichtiger wird. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Damit geht auch einher, andere Meinungen aushalten zu können und konstruktiv miteinander in den Dialog zu treten. In ihrer klugen Schrift „Gegen den Hass“ plädiert die Philosophin Carolin Emcke für ein Miteinander, welches unterschiedlichen Meinungen Raum gibt. Denn: Eine große Bandbreite an Meinungen schützt eine*n Jede*n selbst. Wichtig ist aber, dass Hass kein Einhalt geboten wird. Hass bedroht Menschen existentiell und gefährdet somit die demokratische Grundordnung.

Ein waches Plädoyer für eine wahrhaft plurale Gesellschaft.

Fischer Verlag, 2016, 240 Seiten, ISBN: 978-3-596-52221-7.

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Wir lassen sie verhungern

Von Jean Ziegler

Jean Ziegler ist mehrfach ausgezeichnet für sein Engagement, aber auch vielfach angeklagt. Er setzt sich unermüdlich für dieses eine Ziel ein: Die Ungerechtigkeiten dieser Welt bekämpfen. Wohltätigkeitsorganisationen und Spendenaktionen sind das Ergebnis einer guten Absicht. Doch verschleiern solche Hilfsleistungen oftmals Ungerechtigkeiten struktureller Art, die man – besänftigt durch das gute Gewissen der „Wohltätigkeit“ – gerne mal übersieht. Jean Ziegler macht in seinem Buch „Wir lassen sie verhungern“ auf eben diese Strukturen aufmerksam. Er sagt: Jedes Kind, das stirbt, wird getötet, weil wir weltweit genug Essen haben. Das Problem ist die ungerechte Verteilung, die nicht zuletzt auf postkolonialen Strukturen beruht. Dieses Buch ist ein wacher und sensibler Aufschrei und eine Einladung, das eigene Denken zu überdenken…

C.Bertelsmann Verlag, 2012, 320 Seiten, ISBN: 978-3-641-07957-4.

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Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus.

Von Naomi Klein

Nachhaltigkeit, Zero Waste, Artenschutz: Es gibt viele wichtige Strategien, um die Klimakatastrophe des gegenwärtigen Jahrhunderts einzudämmen. Doch die entscheidende Frage bleibt: Ist ein Wirtschaftssystem, das auf endloses Wachstum ausgerichtet ist, mit einem konsequenten Klimaschutz vereinbar? Vielleicht müssten wir anfangen, unsere Art des Wirtschaftens zu hinterfragen. Denn an einer Schlüsselfrage kommt man nicht vorbei: Wie passen die immer bedrohlicher werdende Knappheit der Ressourcen einerseits und die Allgegenwärtigkeit des Wachstums und Konsums andererseits zusammen?

Die kanadische Journalistin Naomi Klein trägt in ihrem Buch „Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ Ergebnisse aus Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungspolitik zusammen. Sie zeigt wie nach wirtschaftlichen Schocks, aber auch nach politischen und ökologischen Krisen, Privatisierungen vorangetrieben werden und ein ungezügelter Kapitalismus um sich greift. Mit diesem Buch wird Naomi Klein laut Felix Lee aus der TAZ eindeutig zur „Ikone der globalisierungskritischen Bewegung“ gekürt – ein umfangreiches Werk, um das man keinen Bogen machen kann, wenn man sich mit dem gegenwärtigen Wirtschaftssystem beschäftigen will.

Hoffmann und Campe, 2021, 768 Seiten, ISBN: 978-3-455-01077-0.

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Eure Heimat ist unser Albtraum

Herausgegeben von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah

Aufsatzsammlung mit Beiträgen von Sasha Marianna Salzmann, Sharon Dodua Otoo, Max Czollek, Mithu Sanyal, Olga Grjasnowa, Margarete Stokowski uvm.

Heimat ist ein umkämpfter Begriff: „Lieber nicht mehr verwenden“, sagen die einen, „Nur durch einen anderen Gebrauch kann er umgedeutet werden“, sagen die anderen. 2018 ruft die deutsche Bundesregierung das sogenannte „Heimat-Ministerium“ ins Leben. Die Aufsatzsammlung „Eure Heimat ist unser Albtraum“ ist eine Antwort darauf. Entscheidend an dem Titel ist die Kursivsetzung bzw. die durchsichtige Schrift von „Eure“ / „Unser“, wie die Herausgeberinnen in Vorwort betonen. Diese Kategorien sind nämlich nicht statisch: Manche können selbst entscheiden, wozu sie gerechnet werden, für andere wird es entschieden. Heimat muss in der globalisierten Welt als inklusiver Begriff gesehen werden, um die Gegenwart richtig erfassen zu können und vor allem, um niemanden auszuschließen: Denn jede*r sollte selbst entscheiden können, wo die eigene Heimat liegt. Die jungen Autor*innen schildern aus unterschiedlichsten Perspektiven, welche Schwierigkeiten ihren Alltag in Deutschland prägen. Alle haben eine Migrationsbiographie und geben somit Einblicke in Formen der Diskriminierung, die der sogenannten Dominanzgesellschaft (mit Max Czollek gesprochen) oftmals verborgen bleiben. Umso wichtiger ist es, dieses Buch zu lesen und dafür zu sensibilisieren, dass Heimat für uns alle da ist.

Ullstein Verlag, 2019, 208 Seiten, ISBN: 9783961010363.

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Desintegriert euch!

Von Max Czollek

Worauf will Max Czollek mit diesem provokativ anmutenden Titel hinaus? Czollek führt vor Augen, welche Prämissen mit dem Integrationsbegriff einhergehen. Denn: Immer wenn von „Integration“ gesprochen wird, erzeugt man das Bild einer homogenen deutschen Gesellschaft, in die man sich integrieren muss. Doch wer oder was soll diese homogene Gesellschaft eigentlich sein? Macht nicht die Pluralität selbst die deutsche Gesellschaft aus? Czollek verdeutlicht in „Desintegriert euch!“, inwieweit jüdische Menschen wichtiger Teil einer Erinnerungskultur geworden sind. Dabei werden sie selbst oftmals nicht als Individuen wahrgenommen, sondern hauptsächlich in ihrer Funktion als jüdische Menschen, die für das „Gedächnistheater“ unabdingbar sind. So erklärt er selbst das Kernanliegen seiner Schrift wie folgt:

„Es geht um die grundlegende Reflektion des Verhältnisses zwischen deutscher Dominanzkultur und ihren Minderheiten. Desintegration bedeutet, die Rollen kritisch zu reflektieren, die jede und jeder in diesem Spiel einnimmt.“ (Max Czollek: Desintegriert euch, S. 45)

Ein Buch, das um die Ecke denkt und eine kluge Analyse der gegenwärtigen Gesellschaft liefert. Unbedingt lesen!

Hanser Verlag, 2018, 208 Seiten, ISBN 978-3-446-26027-6.

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Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil. Alles was du brauchst, ist weniger.

Von Lina Jachmann mit Fotografien von Marlen Mueller

Nachhaltiger Minimalismus ist mehr als ein neuer Trend: Minimalismus heißt grundlegende Pfeiler unseres Lebensstil zu überdenken. Was ist ein lebenswertes Leben? Was macht mich wirklich glücklich? Brauche ich dieses neue Paar Schuhe eigentlich überhaupt? Was passiert mit dem ganzen Plastik? Lina Jachmann führt in ihrem Buch „Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil.“ aus, was für sie zu einem minimalistischen Leben gehört. Sie gibt wertvolle Tipps an die Hand, wie der Einstieg in den Minimalismus erleichtert werden kann, teilt interessante Do-it-Yourself-Rezeptideen (wie wäre es zum Beispiel mit einem selbstgemachten Deo aus Maismehl?) und gibt Einblicke in ihren Alltag. Dies alles geschieht auf einfühlsame Weise, die vielmehr zum Nachdenken einlädt als mit dem Vorschlaghammer daherkommt. Auch gibt sie Raum für einen Minimalismus, der sich nach den eigenen Bedürfnissen richtet: Mein Buchregal will ich um nichts in der Welt verkleinern, dafür mache ich meinen Wocheneinkauf im Unverpacktladen (z.B. Unverpacktläden in Stuttgart)? Genau! Jeder noch so kleine Schritt ist wichtig und führt uns weiter. „Einfach leben“ ist ein praxisorientierter Minimalismus-Guide, der zum Mitmachen einlädt.

Knesebeck Verlag, 2017, 240 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen, ISBN 978-3-95728-038-1.

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Ausgang aus der langen Nacht - Versuch über ein entkolonisiertes Afrika

Von Achille Mbembe

Aus dem Französischen von Christine Pries

War die Entkolonialisierung Afrikas nur ein Unfall, ein Kratzen an der Oberfläche, das kurze Aufblitzen einer Zukunft, die zum Scheitern verurteilt war? In seinem mitreißenden Essay zeigt Achille Mbembe, dass jenseits der Krisen und Kriege, die den Kontinent regelmäßig heimsuchen, neue »afropolitane« Gesellschaften entstehen, die sich durch einen anderen Umgang mit Differenzen und mit der Zirkulation von Menschen und Kulturen auszeichnen.

Um diese neuen Gesellschaften zu entschlüsseln, zeichnet Mbembe in souveräner Manier und im Rekurs auf seine eigene Lebensgeschichte die afrikanischen Entwicklungen seit dem Beginn der Entkolonialisierung nach. Aber auch die Veränderungen in den postkolonialen Gesellschaften jenseits des Mittelmeers, in Europa, werden in den Blick genommen, denn womöglich haben diese zwar Afrika entkolonialisiert, jedoch nicht sich selbst. Eine solche »Autoentkolonialisierung« ist aber notwendige Voraussetzung, um den Rassismus, die Gewalt und die Ausgrenzung des Anderen zu überwinden. Geschrieben in einer teils kalt-nüchternen, teils glühend-poetischen Sprache, zählt dieses Buch bereits zu den großen Werken des postkolonialen Denkens.

Suhrkamp-Verlag, 2016, 300 Seiten, ISBN: 978-3-518-58691-4.

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Räume für Empowerment. Urbane und solidarische Landwirtschaft in Bogotá

von Dr. Birgit Hoinle

Bogotá- eine Millionenstadt in Südamerika - und grüne Gärten. Was auf den ersten Blick gegensätzlich wirkt, hängt auf den zweiten Blick doch miteinander zusammen. Dr. Birgit Hoinle hat am 24. März 2021, im Rahmen der Buchvorstellungsreihe des Welthauses Stuttgart e.V., ihr Buch "Räume für Empowerment. Urbane und solidarische Landwirtschaft in Bogotá" vorgestellt.

In ihrem Vortrag erfuhren die zahlreichen TeilnehmerInnen, dass das Gärtnern für die Frauen in Bogotá viel mehr ist als nur das Anbauen von Gemüse und Kräutern in einer städtischen Umgebung. Urban Gardening eröffnet den Frauen viele Möglichkeiten: durch den Verkauf der Ernte kann Geld verdient werden, Gartenarbeit ist gut mit der Kinderbetreuung vereinbar, schafft Erfolgserlebnisse und vieles mehr. Auch die Netzwerke, die zwischen den Gärtnerinnen entstehen und von zahlreichen Institutionen unterstützt und vorangetrieben werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Wissensaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Wie sehr die urbanen Gärten zum Empowerment der Frauen beitragen, wurde auch in dem gezeigten Video deutlich, dass aus Aufnahmen der Forschungsarbeit von Dr. Birgit Hoinle in Bogotá in Zusammenarbeit mit dem EPiZ Reutlingen und Welthaus Stuttgart e.V., entstand. Um einen Eindruck über dieses interessante Thema zu erlangen, ist das Video hier verlinkt.

Dr. Birgit Hoinle (2020), 516 Seiten, ISBN - 3962382178, zur Detailseite

Barefoot in Germany

Von Tete Loeper

Am Donnerstag, den 25.02.2021 hat die Autorin Tete Loeper vor einem fast 60-köpfigen Publikum in der Online-Veranstaltung des Welthaus Stuttgart ihren Roman vorgestellt. Die Lesung und die angeregte Diskussion im Anschluss haben einen Einblick auf die vielschichtigen Facetten von Rassismus und Immigration gewährt, die in diesem Roman behandelt werden.

Mutoni, ein junges Mädchen aus Ruanda, führt ihr ganzes Leben über eine erdrückende Existenz aus Armut und sozialem Druck. Nach dem Tod ihrer Mutter wollen Mutoni und ihre Schwester Tendeza ihrer Realität entfliehen und sind dafür zu allem bereit. Als eine ehemalige Klassenkameradin sie einlädt nach Deutschland zu kommen, um möglicherweise einen charmanten Prinzen zu treffen, kann Mutoni nicht nein sagen. Sie träumt von Romantik und Abenteuer, aber das Leben zeigt ihr schnell, dass sie nichts über die grausame Welt weiß. Wie wird sie in einem Land überleben, in dem sie niemanden kennt und die Sprache nicht spricht? Durch eine arrangierte Heirat darf Mutoni legal in Deutschland leben und arbeiten, wo sie vier Jahre damit verbringt, die Herausforderungen als junge schwarze Frau und Einwanderin zu bewältigen. In dem Moment, in dem Mutoni begreift, dass sie zwar einen Platz im Land, aber nicht in der Gesellschaft hat, muss sie eine schwierige Entscheidung treffen.

Tete Loeper, 2020, 206 Seiten, ISBN- 3000674659, Zur Detailseite.

Das Erbe jenseits des Ozeans

Von Winfried Maier-Revoredo

Dieser Roman wurde in unserer neuen Buchvorstellungsreihe anlässlich des Themenabends „Goldabbau in Peru“ vorgestellt. Nach einer Begrüßung durch Martina Merklinger und einer Einführung durch Felicitas Eggers wusste der Autor Winfried Maier-Revoredo durch seine spannende Vortragsweise das Publikum zu fesseln.

Bernd Neumann, ein junger deutscher Versicherungsangestellter, tritt das Erbe seines nach Peru entschwundenen Vaters an. Dort, vor Ort, hat er die Chance, Haus und Land seines Vaters für teures Geld an die Minengesellschaft zu verkaufen, die das Gelände für den geplanten Goldabbau benötigt, womit er allerdings die Bewohner des Hauses auf die Straße setzen und gravierende Eingriffe in die Umwelt zulassen würde. Gleichzeitig macht er sich daran, die Rätsel um seinen Vater und dessen ungeklärten Tod zu lösen, und was er dabei herausfindet, hilft ihm, schließlich seine Entscheidung zu treffen.

Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, 2018, 273 Seiten, ISBN: 978-3-87214-554-3, Zur Detailseite des Verlages.

Peru zählt zu den größten Goldexporteuren weltweit. Besonders die illegale Goldschürfung stellt das Land vor erhebliche Probleme und erfährt während der Corona-Pandemie neue Brisanz. Zu den Konsequenzen gehören die massive Regenwaldabholzung, zerstörte Ökosysteme und eine starke Schadstoffbelastung, die einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung hat.

 

Trotz alledem! Europa muss man einfach lieben

Von Heribert Prantl

Trotz des Brexit, trotz der Eurokrise, trotz des Scheiterns einer solidarischen Politik in der Flüchtlingskrise; trotz alledem - und erst recht angesichts der neuen nationalistischen Front quer durch Europa: Heribert Prantl hält ein leidenschaftliches Plädoyer für die Europäische Union als die größte Errungenschaft in der Geschichte des Kontinents. Dieses Europa, so Prantls Anliegen, soll gestärkt aus seiner Krise hervorgehen: demokratischer, sozialer, bürgernäher.

Suhrkamp, 2016, 93 Seiten. ISBN: 978-3-518-07289-9.

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Im Namen der Menschlichkeit. Rettet die Flüchtlinge!

Von Heribert Prantl

Menschen fliehen, weil in ihrer Heimat die Hölle los ist. Und Europa schützt seine Grenzen, aber nicht die Flüchtlinge. Das Mittelmeer ist ein Friedhof geworden. Heribert Prantl hat ein leidenschaftliches Plädoyer geschrieben - gegen die Abschottung Europas und für ein radikales Umdenken in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik.

Ullstein, 2015, 32 Seiten. ISBN: 978-3-550-08126-2.

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Gerechtigkeit kann es nur für alle geben: Eine Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive

Von Boniface Mabanza Bambu

Hat die Theologie etwas zum Zustand der Schöpfung, vor allen Dingen zur bedrückenden Ungerechtigkeit, wie sie zum Teil in Afrika herrscht, zu sagen? Und welche theologischen Kategorien sind hierbei hilfreich? Boniface Mabanza Bambu, im Kongo geboren und als Theologe ausgebildet, geht vom Gerechtigkeitsbegriff aus, nutzt die gesellschaftsbezogenen und ideologiekritischen Denkanstöße der neuen Politischen Theologie (J. B. Metz) und ergänzt sie um die Fragestellung, wie eine politisch denkende Theologie praktisch wirksam werden kann. Auf diesem Weg kommt er zwei Zielen näher: einer verschärften Wahrnehmung der Wirklichkeit und der Thematisierung der Dringlichkeit des Handelns.

Edition ITP-Kompass, 2009, 256 Seiten. ISBN: 978-3-980-94217-1.

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Die Sonne schickt uns keine Rechnung. Neue Energie, neue Arbeit, neue Mobilität

Von Franz Alt, unter Mitarbeit von Brigitte Alt

Wussten Sie, dass die Sonne jeden Tag 15 000-mal so viel Energie zur Erde schickt, wie die Menschen täglich weltweit verbrauchen? In der komplett überarbeiteten Neuausgabe seines programmatischen Klassikers und Weltbestsellers zeigt Franz Alt, wie wir mit einer solaren Energiepolitik die Klimakatastrophe verhindern und zugleich neue Arbeitsplätze schaffen und für eine neue Art der Mobilität sorgen können. Denn Sonnenstrahlen, Wind, Biomasse, Erdwärme und solarer Wasserstoff sind eine echte Alternative zu Atomkraft, Erdöl und Kohle.

Piper, 1994, aktuelle Neuausgabe 2016, 240 Seiten. EAN: 978-3-492-25498-4.

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Mit diesem Buch hat Franz Alt vor 26 Jahren vor der globalen Erwärmung gewarnt, der Klimakatastrophe, in der wir heute stecken und gegen die wir nur mit großer gemeinsamer Anstrengung entgegenwirken können.

 

Deutschland Schwarz Weiß. Der alltägliche Rassismus

Von Noah Sow

In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Gleichzeitig lernen wir jedoch "Grundwissen", das noch aus der Kolonialzeit stammt. In deutlicher Sprache und mit tiefgründigem Humor entlarvt die bekannte Künstlerin und Aktivistin Noah Sow den Alltagsrassismus, der uns in Deutschland täglich begegnet. So zeigt sie etwa, wie selbst die UNICEF-Werbung sich rassistischer Klischees bedient, und warum es schlimmer ist, "Die weiße Massai" zu Ende zu lesen, als nicht zur Lichterkette zu gehen.
Rassismus bekämpfen heißt zunächst einmal, ihn zu verstehen. Dieser Prozess wird auch für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht ganz schmerzfrei vonstattengehen können. Aber wie nicht zuletzt Noah Sows Buch deutlich macht: lohnen wird es sich allemal, und zwar für alle.
 

Books on Demand, Ausgabe 2018, 344 Seiten. ISBN: 978-3-746-00681-9.

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FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen

Von Frank Herrmann

Welche Tourismussiegel sind seriös? Welche Reiseveranstalter achten auf die Einhaltung von Menschenrechten? Wie kann ich das CO2 meiner Reise kompensieren? Wo bekomme ich ökologisch und fair produzierte Trekkingkleidung?

Wer Antworten auf diese und viele weitere Fragen sucht, liegt bei Reiseautor und Tourismusexperte Frank Herrmann goldrichtig: Infokästen, Checklisten und ein ausführlicher Serviceteil geben schnell und kompetent Rat. Darüber hinaus ist das Handbuch eine umfassende Quelle der Informationen für all jene, die sich über die Auswirkungen des Tourismusbooms auf Klima, Umwelt und die Menschen vor Ort informieren möchten - damit Reisen für alle ein Gewinn ist.

Oekom, 2016, 328 Seiten. ISBN: 78-3-86581-808-9.

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Wir müssen über Rassismus sprechen. Was es bedeutet in unserer Gesellschaft weiß zu sein

Von Robin J. DiAngelo

Rassismus ist kein Phänomen, das man lediglich am rechten Rand unserer Gesellschaft findet. Doch wir haben verlernt, ihn zu sehen und streiten ab, dass er in unserem Denken eine Rolle spielt (etwa, wenn Sigmar Gabriel Clemens Tönnies mit den Worten verteidigt: "Das ist Quatsch, wer ihn kennt, weiß, dass er kein Rassist ist. Vor allem aber verniedlicht dieser Vergleich die wirklichen Rassisten!"). Dieses Herunterspielen von Hetze und Vorurteilen und das Umdrehen eines solchen Vorwurfs als persönlichen Angriff gegen den Sprecher nennt Robin DiAngelo "Weiße Fragilität". DiAngelo zeigt, wie wir alle (oft unbewusst) solche Strategien nutzen. Dabei wissen wir aus jüngster Vergangenheit, wie schnell aus scheinbar harmlosen Worten Taten werden. Wie weit sich diese gefährliche Rhetorik vom rechten Rand bereits in die gesellschaftliche Mitte vorgefressen hat, zeigt Rassismus-Forscherin DiAngelo anhand erschreckender alltäglicher Beispiele. Ein Buch, das weh tut, das aufweckt, das aber auch zeigt, wie rassistisches Denken endlich aus unserer Gesellschaft verschwinden kann.

Hoffmann und Campe, 2020, 224 Seiten. ISBN: 978-3-455-00813-5.

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102 grüne Karten zur Rettung der Welt

Von KATAPULT

Wie viel Tropenwald verliert die Erde jedes Jahr? Welche Stadt investiert am meisten in Radwege? Wie gut setzen die Staaten das Pariser Klimaschutzabkommen um? Wie heiß wird es 2050 in Oslo? Und überhaupt: Bestimmt jeder Einzelne über die Zukunft der Welt, oder ist vor allem die Politik gefordert? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden sich in den erschreckenden, erhellenden und Mut machenden Karten von Deutschlands innovativstem Magazin.

Auf einen Blick wird klar, wie dramatisch der Zustand der Erde ist - aber auch, wie leicht es wäre, ihn zu verbessern.

Suhrkamp taschenbuch, 2020, 203 Seiten. ISBN: 978-3-518-47083-1.

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Fluchtpunkt Europa. Unsere humanitäre Verantwortung

Von Michael Richter

Die Bilder von Menschen, die vor Tod, Gewalt und Not fliehen, von Trecks in Syrien und Ertrinkenden im Mittelmeer erregen Entsetzen und Mitleid. Und zugleich fürchten sich viele Menschen vor denen, die da kommen: vor fremden Kulturen, vor Kriminalität und hohen Kosten. Kann Europa, kann vor allem Deutschland es sich überhaupt leisten, so viele Menschen aufzunehmen?

Können wir es uns leisten, sie nicht aufzunehmen?, fragt dagegen der Journalist und Filmemacher Michael Richter. Seit über zehn Jahren recherchiert er zur Flüchtlings- und Asylpolitik, zeigt Einzelschicksale, analysiert aber auch die politischen Leitlinien. "Fluchtpunkt Europa" beschreibt die Situation in den Herkunftsländern, zeigt die kriminellen Machenschaften der Schlepperbanden und diskutiert die Absurdität der Dublin-Abkommen. Natürlich wäre es besser, die Menschen fänden in ihren Heimatländern Verhältnisse vor, die sie nicht zur Flucht zwingen - so fordert auch Richter ein politisches und humanitäres Engagement Europas in Nahost, in Afrika und auf dem Balkan. Bis aber die Welt friedlicher geworden ist, darf Europa sich seiner Verantwortung nicht entziehen.

Eindrucksvoll zeigt Richter, wem die aktuelle Flüchtlingspolitik nutzt - und warum uns die Flüchtlinge nicht ausnutzen.

Edition Körber Stiftung, 2015, 248 Seiten. ISBN: 978-3-89684-172-8.

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exit RACISM. Rassismuskritisch denken lernen

Von Tupoka Ogette

Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Das Buch begleitet die Leser*innen bei ihrer mitunter ersten Auseinandersetzung mit Rassismus und tut dies ohne erhobenen Zeigefinger. Vielmehr werden die Leser*innen auf eine rassismuskritische Reise mitgenommen, in deren Verlauf sie nicht nur konkretes Wissen über die Geschichte des Rassismus und dessen Wirkungsweisen erhalten, sondern auch Unterstützung in der emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Unrast Verlag, 8. Auflage, 2020, 136 Seiten. ISBN: 978-3-89771-230-0.

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Poor Economics. Plädoyer für ein neues Verständnis von Armut

von Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo

Ein unterernährter Mann in Marokko kauft lieber einen Fernseher als Essen. Absurd? Nein. Die Ökonomen Esther Duflo und Abhijit V. Banerjee erregen weltweit Aufsehen, weil sie zeigen: Unser Bild von den Armen ist ein Klischee. Und wir müssen radikal umdenken, wenn wir die Probleme der Ungleichheit lösen wollen.

Für ihre Forschung zur Bekämpfung der globalen Armut wurden Esther Duflo und Abhijit V. Banerjee 2019 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.

Pantheon, 2019, 384 Seiten. ISBN: 978-3-570-55430-2.

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Atlas der Umweltmigration

Herausgegeben von François Gemenne, Daria Mokhnacheva und Dina Ionesco

Die Anzahl der Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Konflikten fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Doch was, wenn in den nächsten Jahrzehnten weitere 200 Millionen hinzukommen? Menschen, die der Klimawandel in die Migration treibt - durch steigende Meeresspiegel, Waldbrände und Dürre oder Mangel an Trinkwasser.
Der „Atlas der Umweltmigration“ thematisiert die enorme Herausforderung, vor der die Menschheit im 21. Jahrhundert steht. Zahlreiche detaillierte Karten und aufwendige Grafiken liefern eine Fülle an Informationen, illustrierte und bebilderte Fallstudien aus aller Welt zeigen die Aspekte des komplexen Themas „Umweltflucht“ auf.

oekom Verlag, 2017, 176 Seiten. ISBN: 978-3-86581-837-9.

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Nachhaltige Entwicklungspolitik

von Michael von Hauff

Michael von Hauff zeigt den Weg von dem Mainstream einer wachstumsökonomisch orientierten Entwicklungspolitik zu einer Entwicklungspolitik auf, die auf der Agenda 2030 basiert.
Diese nachhaltige Entwicklungspolitik fordert eine Zusammenführung der drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales.

utb., 2019, 199 Seiten. ISBN: 978-3-82525-267-0.

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Marhaba, Flüchtling! Im Dialog mit arabischen Flüchtlingen

Von Constantin Schreiber

Deutsche und arabische Fassung in einem Buch! Bis Ende 2015 sind mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen - hunderttausende Syrer, Iraker, Afghanen. Für die meisten von ihnen sind wir ein fremdes Volk. Aber wie anders unser Alltag und unsere Kultur sind - davon haben die meisten keine Vorstellung. TV-Moderator Constantin Schreiber erklärt, wie Deutschland tickt, wie Flüchtlinge, aber auch die arabische Welt, unsere Werte und Lebensart sehen und wie sich ihr Deutschlandbild von unserem Selbstverständnis unterscheidet. Dieses zweisprachige Handbuch ist ein erster Schritt zum gegenseitigen Verständnis.

Hoffmann und Campe, 2016, 176 Seiten. ISBN: 978-3-455-50411-8.

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Die Hälfte des Himmels. Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft sorgen

Von Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn

"Frauen tragen die Hälfte des Himmels" - sagt ein chinesisches Sprichwort. Tatsächlich zeigen die Reportagen der beiden Pulitzer-Preisträger Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn, dass arme Frauen oftmals die Hölle ertragen müssen. Die häufigsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit richten sich gegen Mädchen und Frauen. Wir wissen das und sehen uns - leider - außerstande, daran etwas zu ändern. Wirklich? Dieses Buch zeigt: Wirksames Handeln ist möglich, jeden Tag, auch bei uns.

C. H. Beck, 2010, 359 Seiten. ISBN: 978-3-406-60638-0.

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Die Grüne Lüge. Weltrettung als profitables Geschäftsmodell

Von Kathrin Hartmann

Alles öko, oder was? Kein Massenprodukt, keine Dienstleistung gibt es mehr, die nicht auch in "bio", als "fair" oder "nachhaltig" angeboten würde: von Flugreisen mit Ausgleichszertifikat über nachhaltiges Palmöl bis hin zu Rindfleisch von brasilianischen Wellness-Farmen bieten Konzerne all das in grün an, was erwiesenermaßen schädlich für Mensch, Tier und Umwelt ist.

Kathrin Hartmann geht den Versprechungen der Industrie auf den Grund: am ölverseuchten Golf von Mexiko, in den schwindenden Regenwäldern Indonesiens und auf den Rinderfarmen in Brasilien enttarnt sie Verdeckungsstrategien. Gleichzeitig verleiht sie dem lokalen Widerstand, der sich dort regt, eine kraftvolle Stimme.

Blessing Verlag, 2018, 240 Seiten. ISBN: 978-3-89667-609-2.

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Dieses Buch entstand aus den Dreharbeiten zu Werner Bootes Film "The Green Lie", in dem Kathrin Hartmann mitwirkt und dessen Drehbuch sie mitverfasste.

Die Klimaschmutzlobby. Wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen

Von Susanne Götze und Annika Joeres

Der Klimawandel bedroht uns alle. Trotzdem steigen die CO2-Emissionen ungebremst. Dieses Buch zeigt erstmals, wie Klimaschutz-Gegner seit Jahrzehnten den dringend nötigen Systemwechsel in Europa und den USA verhindern. Sie sitzen in neoliberalen Thinktanks, rechtspopulistischen Parteien und auch in Regierungen. Ihr ständiger Widerstand gegen Erneuerbare Energien, Verkehrswende und nachhaltige Landwirtschaft hat bereits großen Schaden angerichtet - darum wird es höchste Zeit, sie zu enttarnen. Denn nur wenn die Netzwerke und Strategien der Anti-Klima-Lobby offengelegt werden, kann eine effektive Klimaschutzpolitik noch gelingen.

Piper, 2020, 304 Seiten. EAN: 978-3-492-07027-0.

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Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen. Aber wissen sollten

Von Alice Hasters

Wer Rassismus bekämpfen will, muss Veränderung befürworten - und die fängt bei einem selbst an.

"Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören.

Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.

Hanserblau, 2019, 208 Seiten. ISBN: 978-3-446-26425-0.

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Mondays for Future - Freitag demonstrieren, am Wochenende diskutieren und ab Montag anpacken und umsetzen

Von Claudia Kemfert

In rund 120 Fragen und Antworten erläutert die erfahrene Autorin Fakten und Zusammenhänge der Klimadebatte und greift von Klimaskepsis bis Ökodiktatur, von CO2-Steuer bis Emissionshandel alle Facetten der Debatte auf. Ergänzend zeigen über 50 Handlungsempfehlungen, wie und wo Unternehmer*innen, Politiker*innen und Bürger*innen den Wandel konkret umsetzen können. Denn es kommt jetzt auf jeden von uns an.

Murmann, 2020, 200 Seiten. ISBN: 978-3-86774-644-1.

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111 Orte für Kinder in und um Stuttgart, die man gesehen haben muss

Von Franziska Lô

Obwohl es sich hierbei nicht um ein Sachbuch über unsere Arbeitsfelder handelt, möchten wir es doch gerne vorstellen, da wir mit dem Weltcafé und dem Globalen Klassenzimmer darin vorkommen.

Eine Reise im Park und ein Zwerg im Wald, dazu ein eigenes Beet mit selbst angebauten Erdbeeren oder doch lieber Tiere zum Anfassen? Was auch immer es sein darf - mit Sicherheit finden Sie in diesem Buch Tipps für erlebnisreiche Ausflüge mit dem Nachwuchs. Entdecken Sie besondere Orte und ihre Geschichten, die Kinder strahlen lassen. Viel Spaß in und um Stuttgart.

Emons, 2020, 240 Seiten. ISBN: 978-3-7408-0655-2.

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Zieht euch warm an, es wird heiß! Den Klimawandel verstehen und aus der Krise für die Welt von morgen lernen

Von Sven Plöger

Trockenheit, Waldschäden und Waldbrände, dann wieder Platzregen mit Hagel und Sturmböen - auch die Coronakrise kann nicht verdecken, dass sich unser Klima immer schneller verändert. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müsste die Einsparung an CO2-Emissionen jedes Jahr so groß sein wie durch den Shutdown. Genau das aber wäre möglich! Dazu müssen wir die Gier, die im jetzigen System steckt, in den Umbau der Wirtschaft lenken. Damit der Wohlstand bleibt, muss der Green Deal kommen. Der Diplom-Meteorologe Sven Plöger zeigt verständlich, wie unser Klimasystem funktioniert, wie man skeptischen Stimmen begegnet und dass die aktuelle Krise eine echte Chance ist, Weichen für unsere Zukunft und die unserer Kinder zu stellen. Mit Praxisteil: Reden Sie nicht nur übers Wetter - verändern Sie das Klima!

Westend, 2020, 320 Seiten. ISBN: 978-3-86489-286-8.

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Sven Plöger war am 30.06.20 zu Gast beim Agenda-2030-Bündnis „mEin Stuttgart – mEine Welt“, das vom Welthaus koordiniert wird. Nach seinem Vortrag über den Klimawandel sprachen mit ihm: die beiden UN-Jugenddelegierten für Nachhaltigkeit Sophia Bachmann und Felix Kaminski. Alle waren sich einig: Es muss gehandelt werden!

 

Fair einkaufen - aber wie? Das Handbuch für fairen Konsum

von Martina Hahn und Frank Herrmann

Fair einkaufen – aber wie? Hier finden Verbraucher und Verbraucherinnen alles, um sich zurechtzufinden: ausführliche Hintergrundinformationen über den Fairen Handel, über Faire Mode, Faire Geldanlagen, Faire Elektronik und Faires Reisen. Außerdem bietet das Buch jede Menge Adressen, Weblinks, Literaturempfehlungen und Einkaufstipps.

Die taz schreibt über das Buch: „Das kommt uns in die Tüte. Für den korrekten Kauf, der allen etwas bringt, gibt’s jetzt Orientierung.“

Brandes & Apsel, 2019, 432 Seiten. ISBN: 978-3-95558-259-3.

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Leute machen Kleider. Eine Reise durch die globale Textilindustrie

von Imke Müller-Hellmann

Imke Müller-Hellmann nimmt ihre Lieblingskleidungsstücke und fährt los: Sie lernt die Näherin ihrer Fleecejacke kennen, den Textilveredlern von Slip Claudia und die Spinnerin des Garns ihrer Wandersocken. Sie interviewt Firmenchefs in deutschen Luxushotels und Manager auf staubigen, bengalischen Pisten, fährt an chinesischen Betriebstoren vor und bedankt sich bei den verblüfften Angestellten für ihre Lieblingsjacke. Leute machen Kleider ist eine Reise durch die globale Textilproduktion, voller Begegnungen und überraschender Einblicke in eine weltweit vernetzte, gigantische Industrie. Ein Buch, das vor allem von den Menschen erzählt, die weit weg zu sein scheinen, es aber über ihre Kleidung - getragen auf der Haut - nicht sind.

Osburg Verlag, 2017, ca. 250 Seiten. ISBN: 978-3-95510-141-1.

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Ein Koffer voller Hoffnung. Das Einwanderungsland Baden-Württemberg.

von Karl-Heinz Meier-Braun und Reinhold Weber

Beim heiß diskutierten Thema "Migration/Integration" lohnt es sich, exemplarisch für Deutschland auf den Südwesten und seine Geschichte der Einwanderung seit dem 19. Jahrhundert zu blicken. Dabei zeigt sich, dass Migration nicht die Ausnahmesituation, sondern der Normalfall ist. Das Buch bietet eine Diskussionsgrundlage für die wichtigsten Themen der Gegenwart.

Silberburg Verlag, 2019, 192 Seiten. ISBN: 978-3-842-52201-5.

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Die Hälfte der neuen Welt.

Roman von Carola Lambelet.

Am 24. Oktober 2019 las die Autorin aus ihrem Roman im Weltcafé. Deshalb wollen wir das Buch hier vorstellen, auch wenn es kein Sachbuch ist.

Drei Jahrhunderte, drei Ziele, drei Schicksale umrahmen die Handlung dieses Ethno-Krimis in Brasilien. Die junge deutsche Ärztin Júlia, der entschlossene Bauernjunge Benício und der Kapitän Gaspar de Lemos haben scheinbar nichts gemeinsam und sind dennoch auf rätselhafte Weise miteinander verbunden.

Arara Verlag, 2018, 404 Seiten, ISBN-Nr.: 978-3-98180900-8.

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Inzwischen ist Carola Lambelets zweiter Roman erschienen: Das Erbe der Tränensammler. Auch dieses spannende Buch spielt in Brasilien, genauer: im Amazonasgebiet.

Arara Verlag, 2020, 460 Seiten, ISBN-Nr. 978-3981809046.

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Schwarzbuch Migration  - Die dunkle Seite unserer Flüchtlingspolitik

von Karl-Heinz Meier-Braun

Flüchtlings-"Krise", scheinheilige Willkommenskultur, Länderabkommen und Außengrenzen nach Afrika verschieben: Der Autor Karl-Heinz Meier-Braun schreibt in seinem Buch "Schwarzbuch Migration" über den Umgang Deutschlands mit Menschen, die in Deutschland ihre neue Heimat suchen.

Die Stuttgarter Zeitung schrieb am 29. März 2019 "Meier-Brauns sachliches Plädoyer ist in der sonst zum Teil hitzigen Debatte sehr wohltuend."

Erschienen am 15. März 2018, Verlag C.H.Beck, 192 Seiten.

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Die 101 wichtigsten Fragen: Einwanderung und Asyl

von Karl-Heinz Meier-Braun

Kaum ein Thema ist so umstritten und diskutiert wie die Flüchtlingspolitik. Doch wie viele Menschen suchen in Deutschland überhaupt Asyl? Was sind die Fluchtursachen und was bringt das aktuelle Integrationsgesetz?

Die Süddeutsche Zeitung schrieb über das Buch: "Ein präziser Ratgeber zur Asyl-Debatte (...) gut lesbar für jedermann."

3., ergänzte und aktualisierte Auflage, 2017, Verlag C.H.Beck, 174 Seiten.