Luiz Inácio Lula da Silva – eine politische Biografie

von Andreas Nöthen

Wie der Titel schon andeutet befasst sich Andreas Nöthens Buch mit dem brasilianischen Politiker Luiz Inácio Lula da Silva, oder verkürzt Lula.

Dieser gilt als Kümmerer und inzwischen Landesvater Brasiliens, der stets ruhig, verständnisvoll und gerecht agiert. Er benutzt eine einfache Sprache, die besonders bei den zuvor politisch ignorierten ärmeren Schichten wirkt. Bemerkenswert ist, dass er das zur Sprache gebrachte auch umsetzt – viele Projekte wurden ins Leben gerufen, die es den Minderbemittelten ermöglicht haben, den Aufstieg in die Mittelschicht zu schaffen. Lula und die Arbeiterpartei PT, mit deren Werdegang er fest verschmolzen ist, trugen maßgebend zur Demokratisierung und Bildung dieses Landes bei.

Wie kommt es dann, dass dieser Verfechter der Ungleichheit eingesperrt und seine Partei entmachtet wird? Frei vom Laster und Korruption, so stellt sich heraus, sind weder die Parteimitglieder noch Lula selbst. Mittlerweile wieder auf freiem Fuß, tritt Lula wieder zur Wahl an.

Doch auch wenn Lula gewinnt, so muss er aus Bolsonaros Trümmerhaufen wieder etwas aufbauen. Kann er das schaffen, oder wird es wieder am Geld scheitern? Gab es überhaupt Korruption unter Lula – und überhaupt existiert eine „Gute Korruption“? Wer diese Fragen beantwortet haben möchte, liest weiter im Buch.

Von der Militärdiktatur zu den ersten demokratischen Versuchen bis hin zu den jetzigen Problemen werden viele interessante Begebenheiten detailliert beleuchtet. Sachlich, logisch und kurz gefasst dient dieses Buch als guten Einblick in die politische Landschaft Brasiliens.

 

Mandelbaum Verlag, ISBN 978-3-85476-947-7

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DF

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