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Ökologische Fußabdrücke im Welthaus ausleihen

Lesen Sie hier den Bericht von Charlotte Porsch vom Bezirksamt Plieningen-Birkach über die Aktion mit unseren ökologischen Fußbadrücken:

Die Stadtbezirke Plieningen und Birkach sind seit 2013 FairtradeTowns. Seitdem wird beispielsweise im Rathaus fair-gehandelter Kaffee ausgeschenkt und diverse Geschäfte verkaufen faire Produkte. Die Bezirke konnten die Zertifizierung durch regelmäßige Aktionen und vor allem durch das Engagement von Einzelhandelspartnern und Vereinen immer wieder verlängern.

Um auf die Fairtrade-Initiative aufmerksam zu machen, fand am Dienstag, den 29.09.2020, und am Donnerstag, den 1.10.2020, jeweils von 14 bis 16 Uhr eine Aktion zu diesem Thema vor dem Bezirksrathaus Plieningen-Birkach statt.

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20. September: Weltkindertag

Kinder! Sie sehen die Welt aus anderen Augen als wir. Ihre Fragestellungen und Vorstellungskraft überraschen uns oft und rufen manchmal vergessene Kindheitserinnerungen bei uns auf. Heute ist der Weltkindertag und jedes Kind hat ein Recht auf Kindheit. In insgesamt 145 Ländern wird der Weltkindertag gefeiert. Der Tag ist dafür da, an die Bedeutung der Kinderrechte zu erinnern, daran, dass Kinder Recht auf Bildung haben und das Recht, vor Gewalt geschützt zu werden.

In Deutschland wird der Weltkindertag zwei Mal im Jahr gefeiert. Der Grund hierfür ist, dass er in der DDR und BRD an zwei unterschiedlichen Tagen gefeiert wurde. Nach der Vereinigung wurden beide Tage beibehalten. Der Weltkindertag sollte für alle ein Grund zum Feiern sein, doch lässt es die Realität noch nicht zu. Wir dürfen nicht vergessen, dass nicht jedes Kind seine Rechte auslebt. Laut aktuellem Stand 2021 gibt es fast immer noch 250.000 Kindersoldaten weltweit. Aber auch hier in Deutschland nehmen die Zahlen der Kindeswohlgefährdungen zu. Im Jahre 2020 stieg der Anteil der Kindeswohlgefährdung um 9%. Nun stellt sich die Frage: was können wir zum Wohl der Kinder beitragen?

„Denn wir sind das Heute und die Kinder von Heute -  sind die Zukunft!“. Das diesjährige Motto für den Weltkindertag in Deutschland lautet „Kinderrechte jetzt!“.

 

Quellen:

https://www.kinderrechtskonvention.info/

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Kinderschutz/_inhalt.html

https://www.kindersache.de/bereiche/wissen/andere-laender/warum-gibt-es-den-kindertag-zweimal

 

08. September: Weltalphabetisierungstag

Beim Arzt kurz ein Formular ausfüllen oder für jemanden etwas laut vorlesen. Diese Handlungen sind für uns alltägliche Routine. Doch hast du dich je gefragt, wie dein Alltag aussehen würde, wenn du nicht lesen und schreiben könntest? Es wäre ungleich schwerer zu bewältigen. Aber Analphabetismus ist kein Phänomen von gestern, sondern ein Thema, das immer wieder aktuell ist. Weltweit zählt man 781 Million Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Man spricht dabei von zwei Formen des Analphabetismus: Es gibt einerseits die totalen Analphabeten, die keine Buchstaben erkennen und andererseits funktionale Analphabeten, die kaum lesen und schreiben können.   

In Deutschland ist jeder siebte Erwachsene funktionaler Analphabet. Aus den Zahlen heraus ist zu erkennen, dass Lesen und Schreiben hier bei uns – aber auch weltweit – keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg ist. Angefangen von der Kita bis hin zu der Universität, sind all diese Bildungseinrichtungen für uns selbstverständlich. Doch nicht überall auf der Welt kann jeder Mensch Bildung genießen, nicht mal die ersten Schuljahre, in denen üblicherweise die Grundlagen wie Lesen, Schreiben, Rechnen vermittelt werden.

Der Weltalphabetisierungstag wurde im Jahre 1966 von der UNESCO ins Leben gerufen. Seitdem wird es jedes Jahr am 08.September veranstaltet. Das diesjährige Motto der UNESCO für den Weltalphabetisierungstag lautet „Literacy for a human-centred recovery: Narrowing the digital divide".

 

Quellen:

https://www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion/analphabetismus

https://www.alumniportal-deutschland.org/global-goals/sdg-04-bildung/infografik-analphabetismus-weltweit/

https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/255710/weltalphabetisierungstag

https://en.unesco.org/commemorations/literacyday

30. Juli: Internationaler Tag gegen den Menschenhandel

Der internationale Tag gegen den Menschenhandel ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Aktionstag, der seit 2014 am 30. Juli stattfindet.

Man sagt, die Geschichte des Menschenhandels ist so lang wie die Geschichte der Menschheit. Doch gibt es in unserer modernen Zeit immer noch Menschenhandel? Begriffe wie Zwangsprostitution, Kindersoldaten, Organhandel oder Drogenkuriere sind vielen von uns nicht fremd. Der Wortlaut wurde geändert, doch die Bedeutung wurde beibehalten. Zum Beispiel erhält Alberty da Silva nur 6000 Dollar für seine verkaufte Niere, obwohl der Empfänger 60.000 Dollar zahlte. Oder Tom (Name geändert) der für mehrere Jahre in der Cobra-Miliz als Kindersoldat arbeiten musste, obwohl er zur Schule gehen sollte. Diese Beispiele kommen uns vielleicht fern vor, doch auch hier in Europa gab es in den Jahren 2013/14 fast 15.846 Menschen, die versklavt worden sind.

Im modernen Menschenhandel sind Frauen und Mädchen stärker betroffen als Männer. Im globalen Bericht zum Menschenhandel vom Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung  der Vereinten Nationen wurde veröffentlicht, dass bei der Anzahl 22.537 Frauen (aufgedeckte Opfer) 77% der Grund für den Menschenhandel die sexuelle Ausbeutung war. Hingegen war es bei den Männern nur 17%.

 

Quellen:

https://www.kok-gegen-menschenhandel.de/kok-informiert/detail/globaler-bericht-ueber-menschenhandel-von-unodc

https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20171012STO85932/menschenhandel-fast-16-000-opfer-in-der-eu

https://www.sueddeutsche.de/politik/illegaler-organhandel-nimmt-zu-fuer-ein-paar-dollar-mehr-1.897095

https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/kindersoldaten-in-afrika-und-weltweit/72156

20. Juni: Weltflüchtlingstag

Der Weltflüchtlingstag ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Aktionstag, der seit 2001 am 20. Juni stattfindet.

Im Dezember 2000 wurde der 20. Juni von der UN-Vollversammlung zum internationalen Gedenktag für Flüchtlinge erklärt. Der Tag ist den Binnenvertriebenen, Asylsuchenden, Flüchtlingen und Staatenlosen auf der ganzen Welt gewidmet: also allen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung, Terror oder Naturkatastrophen fliehen mussten.

Fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht

Weltweit sind 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Das sind fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Davon sind:

  • 26 Millionen Flüchtlinge
  • 4,2 Millionen Asylbewerber
  • 45,7 Millionen Binnenvertriebene

Auch unser Mitgliedsverein justhuman hat sich mit seiner Arbeit der Hilfe von Flüchtlingen verschrieben.

Aktuell hat sich die Situation der Geflüchteten auf Lesbos durch neue Einschränkungen und die Sommerhitze  verschärft, so dass ein Überleben dort kaum mehr möglich ist.

Seit einigen Tagen erreichen die Helfer von justhuman Notrufe von geflüchteten Frauen, die sie schon seit einigen Monaten im Lager Kara Tepe auf Lesbos unterstützen. Einige sind mit ihren Kindern auf Schiffen nach Athen gekommen, andere bitten aus dem Lager verzweifelt um Hilfe, weil es keine Lebensmittel mehr gibt. Auch aus den Parks auf Lesbos schreibt eine junge Mutter. Sie hat mit ihrem Säugling unter den Bäumen Schutz vor der Hitze gesucht, um das Leben ihres Kindes zu retten. Aber zu essen und zu trinken hat sie nichts.

Die Frauen und Kinder sind am Ende ihrer Kraft. Sie brauchen dringend Lebensmittel und Schutz.
Informieren Sie sich über die Situation und unterstützen Sie hier: https://www.just-human.de/spenden/

08. Juni: Welttag des Meeres

Seit Millionen von Jahren gibt es Ozeane auf unserem Planeten, doch der Mensch hat nur wenige Jahrzehnte gebraucht, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Unsere Meere sind vielen Gefahren ausgeliefert: Verschmutzung, Überfischung und Klimawandel. Aber noch sind die Weltmeere nicht verloren.

Der Welttag der Ozeane hat seinen Ursprung im Erdgipfel am 8. Juni 1992 in Rio de Janeiro. Die Ozeane werden als bedeutend für Ernährungssicherheit, Gesundheit und dem Überleben allen Lebens, für das Klima und als ein kritischer Teil der Biosphäre gesehen. Ziel des Tages ist es daher, weltweit Aufmerksamkeit für aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ozeanen zu erlangen.

Nähe Informationen gibt es hier: https://www.bmu.de/veranstaltung/tag-des-meeres/

 

22. April: Tag der Mutter Erde

Mutter Erde" – eine veraltete Phrase aus dem letzten Jahrhundert? Vielleicht, wenn man ihn aus der heutigen Perspektive, die von Wissenschaft geprägt ist, betrachtet: Naturphänomene können erklärt werden, und die Gesetze der Physik schaffen bei so manchen beeindruckenden Wetterereignissen Klarheit, warum es dazu kam. Man braucht keine übernatürliche „Mutter" mehr, um sich schlechte Ernten, zerstörende Wirbelstürme oder atemberaubende Sonnenuntergänge zu erklären. Eine wissenschaftliche Erklärung für solche Ereignisse ist natürlich vorteilhaft und unbestritten sinnvoll. Aber ein wichtiges Empfinden geht dadurch sicherlich ein Stück weit verloren: Dankbarkeit. Ein gutes Beispiel sind einige andine indigenen Völker, die noch heute an die „Pacha Mama" – die „Mutter Erde" glauben. „Pacha Mama" ist die Göttin der Fruchtbarkeit des Bodens und die Schöpferin allen Lebens. Reiche Ernten gibt es nur, wenn Pacha Mama gut gestimmt ist. Sie können sich bestimmt schon denken, was Pacha Mama zufriedenstellt: der nachhaltige und schonende Umgang mit der Natur. Dankbarkeit für eine gute Ernte und das Ausbleiben von Naturkatastrophen wird ihr entgegengebracht. Vielleicht glauben wir nicht alle an die „Mutter Erde". Aber anlässlich des Internationalen Tages der Mutter Erde können wir uns diese Dankbarkeit der Indigenen für die Natur, ohne die wir Menschen nicht existieren können, zum Vorbild nehmen und unser Verhalten bewusster gestalten, um die Natur zu schonen.

Dieses Jahr steht der Tag der Mutter Erde unter dem Motto „Jeder Bissen zählt - Schütze was du isst - schütze unsere Erde. Lebe bewusst und nachhaltig: Bio, Regional, Fair". Indem wir bei der Auswahl unserer Lebensmittel auf diese drei Merkmale – bio, regional und fair – achten, können wir zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion und fairen Handelsbedingungen in der Lieferkette beitragen.

Der Weltladen an der Planie in Stuttgart ist ein guter Ort, um vor allem fair produzierte Lebensmittel einzukaufen und seinen Konsum in dieser Richtung bewusster zu gestalten. Am Charlottenplatz 17 in Stuttgart erwartet Sie ein vielfältiges Sortiment, das es sich zu entdecken lohnt – für Sie und für Mutter Erde.

22. März: Weltwassertag

Duschen, Kaffee oder Tee kochen, Zähneputzen, zur Toilette gehen, Händewaschen und noch schnell die Trinkflasche auffüllen, bevor es zur Schule, Arbeit oder Uni geht. Schon bevor der Tag so richtig beginnt, haben wir, ohne länger darüber nachzudenken, schon mehrere Liter Wasser verbraucht. Jedes Jahr am 22. März ist Tag des Wassers, der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde und im Ziel Nummer 6 der nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 verankert ist. Dieses Jahr findet er unter dem Motto „Wert des Wassers“ statt. Deshalb: denken wir doch heute mal ein bisschen nach. Was bedeutet Wasser für mich und mein Umfeld?

Reicht es aus, das Wasser vom Gemüsewaschen nochmal zum Blumengießen zu verwenden? Oder beim Einseifen unter der Dusche das Wasser abzustellen? Wenn man solche kleinen und leicht umsetzbaren Wassersparmaßnehmen in seinen Alltag integriert ist schon ein wichtiger Schritt getan. Wasserverbrauch betrifft aber nicht nur den Wasserhahn. Auch bei der Produktion von Gütern, wie Kleidung oder Lebensmitteln wird viel Wasser verbraucht, dieses Wasser nennt man „virtuelles Wasser“. Genau nachvollziehen wie viel Wasser für ein Produkt verbraucht wurde, kann man meistens leider nicht. Ein gutes Beispiel für ein Produkt mit sicherlich unerwartet hohem Wasserverbrauch sind kalifornische Mandeln. Für 1 kg Mandeln werden ganze 10 645 Liter Wasser benötigt (nur zum Vergleich: das entspricht in etwa der Wassermenge von 71 Mal 10 Minuten lang duschen!). Um einen wasserschonenden Einkauf zu tätigen, muss man sich sehr intensiv mit den Produkten, die man kaufen möchte auseinandersetzen. Leider ist das in den meisten Fällen nicht für jedes Produkt eines Einkaufs machbar und es ist zu diskutieren, ob man solch eine Verantwortung in die Hände der Konsumenten legen sollte oder ob ein Teil der Verantwortung auch an die Politik abgegeben werden könnte. Wer aber beim nächsten Einkauf nicht zu viel virtuelles Wasser in seinen Einkaufswagen legen möchte, findet beim Bund für Umwelt- und Naturschutz weitere Informationen.

Mit dem 6. Ziel der nachhaltigen Entwicklungsziele soll der Zugang zu Trinkwasser und Sanitäranlagen garantiert und Gewässerschutz vorangebracht werden. Das Bündnis „mEin Stuttgart – mEine Welt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Umsetzung aller 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen in Stuttgart mitzugestalten. Welthaus Stuttgart e.V. ist eine der Trägerinstitutionen des Bündnisses. Informationen zu den Entwicklungszielen in Stuttgart gibt es hier: https://www.meinstuttgart-meinewelt.de/

Vergesst sie nicht!

Wajapi in ihrem Reservart

Es sind die Indigenen weltweit, die von der Corona-Pandemie ganz besonders betroffen sind. Dazu kommen in Amazonien die Waldbrände, die von kriminellen Banden, Rinderzüchtern und Goldsuchern verursacht werden. Die Indigenen geraten immer mehr in die Defensive und versuchen mit ihren Mitteln "ihren" Wald zu verteidigen.

POEMA unterstützt die Indigenen Völker der Wajapi im Bundesstaat Amapa und die Kaapor im Bundesstaat Maranhão. Sie brauchen nach wie vor ganz dringend Medikamente, Schutzausrüstung, Kommunikationsmittel, Hilfe von Krankenschwestern und Ärzt*innen sowie Lebensmittel, vor allem diejenigen, die sich weit in die Wälder hinein zurückziehen um nicht angesteckt zu werden.

Dafür werden die Mittel von POEMA eingesetzt und wir bitten Sie, die Indigenen weltweit nicht zu vergessen.

Spendenkonto:

POEMA e.V. Stuttgart - Armut und Umwelt in Amazonien

GLS-Bank - IBAN: DE16 4306 0967 7024 6671 01

 

 

Artikel: 50 Jahre Fairer Handel

Haben Sie gewusst? Im September 1970 wurden in Deutschland zum ersten Mal fair gehandelte Produkte verkauft. Seit dem hat sich viel bewegt!

Zu den Zielen der Initiatoren des fairen Handelns, die meist einen kirchlichen Hintergrund hatten, gehörte, die Armut der Menschen im globalen Süden durch einen Mindestlohn einzudämmen.

Mehr können Sie in diesem interessanten Artikel von SWR1 lesen. Klicken Sie dafür hier.

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