Hier finden Sie kurze Rückblicke auf ausgewählte Veranstaltungen des Welthaus Stuttgart e.V.

Online-Buchvorstellungsreihe im März: "Räume für Empowerment. Urbane und solidarische Landwirtschaft in Bogotá"

Bogotá- eine Millionenstadt in Südamerika - und grüne Gärten. Was auf den ersten Blick gegensätzlich wirkt, hägt auf den zeiten Blick doch miteinander zusammen. Dr. Birgit Hoinle hat am 24. März 2021, im Rahmen der Buchvorstellungsreihe des Welthauses Stuttgart e.V., ihr Buch "Räume für Empowerment. Urbane und solidarische Landwirtschaft in Bogotá" vorgestellt. In ihrem Vortrag erfuhren die zahlreichen TeilnehmerInnen, dass das Gärtnern für die Frauen in Bogotá viel mehr ist als nur das Anbauen von Gemüse und Kräutern in einer städtischen Umgebung. Urban Gardening eröffnet den Frauen viele Möglichkeiten: durch den Verkauf der Ernte kann Geld verdient werden, Gartenarbeit ist gut mit der Kinderbetreuung vereinbar, schafft Erfolgserlebnisse und vieles mehr. Auch die Netzwerke, die zwischen den Gärtnerinnen entstehen und von zahlreichen Institutionen unterstützt und vorangetrieben werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Wissensaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Wie sehr die urbanen Gärten zum Empowerment der Frauen beitragen, wurde auch in dem gezeigten Video deutlich, dass aus Aufnahmen der Forschungsarbeit von Dr. Birgit Hoinle in Bogotá in Zusammenarbeit mit dem EPiZ Reutlingen und Welthaus Stuttgart e.V., entstand. Um einen Eindruck über dieses interessante Thema zu erlangen, ist das Video hier verlinkt.

Online-Buchvorstellungsreihe im Februar: "Barefoot in Germany" von Tete Loeper

Am Donnerstag, 25. Februar 2021 um 19 Uhr hat das Welthaus Stuttgart die Autorin Tete Loeper begrüßen dürfen. In einer digitalen Konferenz hat sie ihren Roman „Barefoot in Germany“ vorgestellt. Dieser schildert mit welchen Schwierigkeiten Mutoni, eine junge Frau aus Ruanda, in Deutschland angesichts ihrer Einwanderung konfrontiert wird.
Die Veranstaltung war mit über 50 Teilnehmer*innen nicht nur überaus gut besucht, sondern auch ein internationaler Vernetzungserfolg: Menschen aus Deutschland, aus Ruanda wie auch aus den USA waren anwesend.
Nach einer lebendigen Lesung spannender Textstellen gab es ausreichend Raum für Diskussion und Rückmeldungen. Einig war man sich darüber, dass auch der Alltag von Rassismen geprägt ist, die man nur durch weitere Sensibilisierung aus dem Weg räumen kann. Sicherlich kann dieses Buch zu dieser Sensibilisierung beitragen, zumal es in Kürze in deutscher Sprache erscheinen wird.

Online-Buchvorstellungsreihe im Dezember: "Goldabbau in Peru"

Der Abend war viel mehr als eine Lesung. Die Praktikantin des Welthauses Felicitas Eggers hielt einen kurzen Impulsvortrag über die Konsequenzen des legalen und illegalen Goldabbaus. Peru zählt zu den größten Goldexporteuren weltweit. Besonders die illegale Goldschürfung stellt das Land vor erhebliche Probleme und erfährt während der Corona-Pandemie neue Brisanz.

Zu den Konsequenzen gehören die massive Regenwaldabholzung, zerstörte Ökosysteme und eine starke Schadstoffbelastung, die einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung hat. Anschließend begann Winfried Maier-Revoredo mit seiner Lesung; er wusste mit seiner spannenden Vortragsweise das Publikum zu fesseln. Sein  Roman „Das Erbe jenseits des Ozeans“ handelt  von den moralischen Konflikten eines jungen Mannes, der ein Grundstück in Peru erbte, dieses teuer an eine Bergwerkgesellschaft verkaufen könnte, dafür aber den Goldabbau den Weg ebnen würde. Dabei ist sein Roman weit mehr als nur eine packende Geschichte: Viele Probleme im Zusammenhang mit dem Goldabbau, wie verschmutztes Wasser sind für einige Menschen in Peru Alltag. Das wurde auch in der anschließenden Fragerunde sichtbar, in der Maier-Revoredo mit seinem Wissen über das Land und den Goldabbau beeindruckte.

"Segelschokolade"-Kleinbauern und die Auswirkungen von Klimawandel und Corona

Am Dienstag den 22.09.2020 fand im Hospitalhof Stuttgart die Veranstaltung „Segelschokolade“ mit Frank Herrmann statt, in der die Auswirkungen vom Klimawandel und der Corona-Pandemie auf den Fairen Handel beleuchtet wurden. Lesen Sie hier den Bericht dazu.

Klimawandel: Gute Aussichten für morgen!?

Besonders war diese Veranstaltung des Agenda 2030 Bündnisses "mEin Stuttgart - mEine Welt" am 30. Juni schon deswegen, weil sie für alle Beteiligten die erste Präsenzveranstaltung seit den "Corona"-Maßnahmen war. Eröffnet wurde der Abend in der Volkshochschule Stuttgart durch deren Direktorin Dagmar Mikasch-Köthner und Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amts für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart.

Im Anschluss folgte der Hauptredner Diplom-Meteorologe Sven Plöger. Dieser schaffte es auf eine lockere und unterhaltsame Weise die Dringlichkeit und die Konsequenzen des Klimawandels auf unsere Gesellschaft zu verdeutlichen. Sein Tipp für das eigene Leben: Nicht resignieren und aufgeben, sondern einfach anfangen. Wie sich das Ringen um Lösungen auf globaler Ebene abspielt, berichteten die beiden UN-Jugenddelegierten für nachhaltige Entwicklung, Sophia Bachmann und Felix Kaminski.

Die anregende Diskussion mit dem Publikum hat die Veranstaltung abgerundet.

 

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Fotos: JIN / Wh

Verpackung adé?

Am Donnerstag, den 05. März 2020 fand in der Volkshochschule (vhs) Stuttgart die Veranstaltung „Verpackung adé?“ zu Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonendem Umgang in der Verpackungsindustrie statt. Die Veranstaltung wurde vom Agenda-2030-Bündnis „mEin Stuttgart - mEine Welt“ organisiert und bildete den Auftakt einer ganzen Veranstaltungsreihe zu den 17 globalen Zielen wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
An der aufschlussreichen Expertendiskussion waren Prof. Dr. Michael Braungart, Christian Hössle und Harald Notter beteiligt.

Lesen Sie hier weiter.

Upcycling Workshopsreihe

Unsere heutige Gesellschaft konsumiert sehr schnelllebig. Wir haben verlernt Kaputtes zu reparieren und Altem neues Leben einzuhauchen. Dabei sind beim "Upcycling" der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Upcycling bedeutet, dass aus scheinbar nutzlosen Rohstoffen bzw. teilweise Abfällen neue Produkte entstehen.

Unsere Referentin Irene Abiti zeigte an drei Terminen, drei verschiedene Ideen, wie aus alten Textilien und Materialien Neues entsteht. Gleichzeitig sprach sie dabei an den drei Terminen über die Konsequenzen der Ressourcenverschwendung, den Textilhandel und über Plastikmüll.

Die interessierten Teilnehmer*innen erhielten einen Einblick in die Ressourcenverschwendung unserer heutigen Gesellschaft. Gemeinsam haben sie gelernt wie aus Kronkorken und alten Stoffresten bunte Topfuntersetzer entstehen. Die individuell gestalteten Untersetzer sind ein echter Hingucker.Irene Abiti berichtete auch über den Textilhandel. Aus alten Jeans entstehen kultige Taschen. Wer eigene Stoffreste hatte und verarbeiten wollte, durfte diese mitbringen! Die Teilnehmer*innen beschäftigten sich mit dem Thema Plastikmüll. Frau Abiti zeigte, wie Handy-/Laptophüllen aus Plastikverpackungen und Stoffresten entstehen.

Veranstalter: Welthaus Stuttgart e.V. in Kooperation mit dem EPiZ Reutlingen

Arbeitsgemeinschaft Menschenrechte

Die AG Menschenrechte war eine der Arbeitsgemeinschaften des Welthaus Stuttgart e.V. Sie beschäftigte sich zum einen mit Verletzungen der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Menschen weltweit. Zum anderen baute die Arbeit der AG auf Lösungsansätzen wie institutionelle Reformen, Beachtung internationaler UN-Verträge zur Förderung der Gerechtigkeit und Grundfreiheiten auf.

Aktivitäten der AG Menschenrechte: 

Im Dezember 2015 hat die AG Menschenrechte die Gestaltung der zweitägigen öffentlichen Veranstaltung „Menschenrechtsverletzungen im 21. Jahrhundert“ zusammen mit Migrantinnen-Mitgliedern des Welthauses durchgeführt.

Im Jahr 2016 fanden mehrere Veranstaltungen anlässlich der UN-Aktionen wie z.B. die dreitägige „Aktion gegen Rassismus“, sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Globale Gerechtigkeit“ statt. Darüber hinaus hat die AG Menschenrechte 2016 die erste „Menschenrechtswoche“ im Globalen Klassenzimmer von 09.12. bis 15.12. durchgeführt.

Im Laufe des Jahres 2017 fanden mehrere Veranstaltungen im Rahmen der SDG-Kampagne und der UN-Aktionen statt. So beispielsweise „Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in der Agenda 2030“, „Bevölkerungswachstum und Ernährungssicherheit in einer globalisierten Welt“, „Diskriminierung im Alltag", „Armut und Reichtum“, "Minderheitenrechte in der Demokratie“ und „Migration“.  

In Kooperation mit dem Forum der Kulturen und dem Büro für Antidiskriminierungsarbeit Stuttgart fand vom 08.12. bis 13.12.2017  die „Menschenrechtswoche“ zum Thema „UnGerechtichkeit Sichtbar machen“ statt.

 
 
Mitwirkende Vereine:
 
Afrika Workshop e.V
Areito e.V.
ASAP Deutschland e.V.
Asien Haus Baden Württemberg e.V.
EU Reflekt e.V.
Gesellschaft Kultur des Friedens e.V.
La Diversidad e.V.
Ndwenga e.V.
IGF Stuttgart e.V.

Tag der offenen Tür

Anlässlich der fünfjährigen Präsenz am Charlottenplatz 17 luden Welthaus Stuttgart e.V., Weltladen an der Planie, Weltcafé, Engagement Global und Welcome Center Stuttgart am 9. Oktober 2019 zu einem Tag der offenen Tür ein. Der Tag war geprägt durch ein Kommen, Gehen und Bleiben – genau wie es bei einem Tag der offenen Tür sein soll!

Es war viel geboten: Einige Mitgliedsvereine des Welthaus Stuttgart e.V. präsentierten sich im Weltcafé, eine Gruppe Interessierter machte sich auf den Weg die Stadtrallye „FAIRlaufen auszuprobieren, das Welcome Center Stuttgart lud zu Führungen durch ihre Räumlichkeiten ein, der Weltladen an der Planie machte seinen Kunden eine Freude mit einer Rabattaktion, im Globalen Klassenzimmer wurden Bildungsangebote durch Referent*innen vorgestellt und von Groß und Klein ausprobiert, und das Weltcafé stattete uns bei all diesen Aktivitäten mit leckerem Essen aus.

Besonders schön waren die vielen Gespräche, die geführt worden sind: Mitarbeiter*innen der Institutionen, Mitglieder der Vereine und Gäste tauschten sich untereinander über die vielfältigen Angebote und die Arbeit der Jubilare aus.
Es freut uns, dass so viele Leute an der Arbeit unserer Institutionen interessiert sind. Auch bekannte Gesichter schauten an unserem Tag der offenen Tür vorbei. So sprach Herr Werner Wölfle einige Worte, der als ehemaliger Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration maßgeblich an dem Aufbau des Welthauses beteiligt war, und die derzeitige Landtagspräsidentin Frau Muhterem Aras tauschte sich mit den Mitgliedsvereinen des Welthaus Stuttgart e.V. aus.

Wir bedanken uns bei den Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit und Vorbereitung des besonderen Tages und freuen uns auf die kommenden Jahre!

(CR)

Vortragsveranstaltung: Wege aus der Klimakrise

Trotz kurzfristiger Änderungen war die Vortragsveranstaltung „Wege aus der Klimakrise“ am
9. Oktober 2019 ein voller Erfolg. Zu dem Abend lud das Bündnis „mEin Stuttgart – mEine Welt, welches sich für die für die lokale Umsetzung der in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen festgeschriebenen Ziele nachhaltiger Entwicklung einsetzt und bei welchem das Welthaus federführend ist. Frau Dr. Martina Merklinger, die Geschäftsführerin des Welthaus Stuttgart e.V., sprach einige einführende Worte, um dann das Wort an die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration Frau Dr. Alexandra Sußmann zu übergeben, die in ihrem Grußwort die zentrale Verbindung von sozialen Fragen und Klimafragen deutlich machte.

Die Referentin Frau Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Baden-Württemberg, musste leider am Veranstaltungstag absagen. Doch der BUND hat für einen guten Ersatz gesorgt: Fritz Mielert, Referent des BUND Landesverband Baden-Württemberg, hielt einen beeindruckenden Vortrag über die Frage, wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aber auch jede/r Einzelne der Verantwortung gerecht werden kann, die weltweiten Klimaziele zu erreichen und die Folgen des Klimawandels zu mindern. Nach dem Vortrag wurden einige Fragen aus dem Publikum an Herrn Mielert gerichtet, die er ausführlich beantwortet und mit seinen Worten sicherlich bei vielen eine Reflexion des eigenen Handelns angeregt hat.

Ausgestattet mit Getränken und Leckereien vom Weltcafé konnte man im Foyer des Weltraums miteinander und mit Vertreter*innen der Bündnisorganisationen ins Gespräch kommen. Die Träger des Bündnisses präsentierten an Informationstischen konkrete Beispiele des lokalen Handelns zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Stuttgart. Neben dem Welthaus, das das Projekt „FAIRlaufen“ vorstellte, waren auch das Klima- Umweltbündnis Stuttgart (KUS), die vhs-Ökostation, das Forum der Kulturen und die Landeshauptstadt Stuttgart vertreten.

(CR)

Stutt:Ard Festival 2019

Im Juni fand das erste Mal Stutt:Ard statt, ein Festival alternativer arabischer Musik. Wir blicken gerne auf die Zeit zurück.

Hier finden Sie einen Rückblick zu dem Festival.

"Europa muss globaler werden"

Anlässlich der Europawahl veranstalteten wir am 10. Mai eine Podiumsdiskussion im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart. Auf dem Podium saßen der Experte für Entwicklungspolitik im Südlichen Afrika, Boniface Mabanza (www.kasa.de) und drei Politiker*innen: Michael Bloss (Die Grünen), Stefan Kaufmann (CDU) und Ute Vogt (SPD). Es moderierte Ralph Griese (finep).

Den Einstieg gab Boniface Mabanza mit seiner key note speech, in der er die Frage nach einem global gerechten Europa eindeutig verneinte und es als „alles andere als weltoffen“ benannte. Die EU handle selbstbezogen in ihrer Migrations- und Handelspolitik und stelle ihre eigenen Interessen voran. Die Interessen der afrikanischen Partner blieben dabei fast unberücksichtigt.

Es folgte eine kontroverse Diskussion auf dem Podium, bei der Stefan Kaufmann dafür plädierte, mehr in die Bildung und Forschung Afrikas zu investieren, um dem Kontinent die Möglichkeit zu bieten, sich selbst aufzubauen. Während dies nicht weiter vertieft wurde, sprach Ute Vogt darüber, dass die Herausforderungen erst einmal darin bestehen, innerkontinentale Konflikte in Europa und in Afrika zu lösen. Es wurde mehrfach deutlich, dass Chinas wachsendes Interesse an Afrikas Markt und Ressourcen Einfluss auf die Politik der EU hat.

Ein wichtiger neuer Aspekt kam mit dem Beginn der Publikumsdiskussion in die Debatte. Nelson Leichsnering von Fridays for Future brachte das Thema Klimaschutz ein, das bis zu diesem Zeitpunkt noch Nebensache gewesen ist. Michael Bloss bestätigte ihm: Klimapolitik ist Entwicklungspolitik und gehört zusammen. Es kamen weitere Gäste aus dem Publikum zu Wort, die Themen wie das Familienwahlrecht, Rüstungspolitik, Enteignung und Fairer Handel anschnitten. Auf die Fragen und Kommentare aus dem Publikum ging das Podium umfassend ein, und es wurde bei aller berechtigten Kritik an der Europäischen Union an deren Anfänge erinnert; denn hätte man nicht an Frieden geglaubt, wäre das Projekt Europa nicht entstanden.

Europa muss eine entwicklungspolitische Vorreiterrolle einnehmen und den Handelspartnern im globalen Süden auf Augenhöhe begegnen.

Geben wir einem global gerechten Europa die Chance: bei der EU-Wahl am 26. Mai!

(JH)